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Verkostete Weine: 32

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Islas Canarias

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Die besten Weine in Anbaugebiet Islas Canarias
  D.O. Abona  D.O. El Hierro  D.O. Gran Canaria
D.O. La Gomera  D.O. La Palma  D.O. Lanzarote
D.O. Monte Lentiscal  D.O. Tacoronte-Acentejo  D.O. Valle de Güimar
  D.O. Valle de Orotava  D.O. Ycoden-Daute-Isora  

Die zu Spanien zählende Inselgruppe Kanaren (span. Canarias) mit rund 7.500 km² liegt im Atlantik vor der Nordwestküste Afrikas. Das sind 1.100 km vom Festlandspanien, die östlichste Insel Lanzarote ist aber nur 100 Kilometer von Afrika (Marokko) entfernt. Als die Römer in der Antike auf der Insel Fuerteventura landeten, fanden sie zahlreiche Rudeln wilder Hunde vor, deshalb nannten sie das Eiland „Insula Canaria“ (Hundeinsel). Im Jahre 1402 landete ein spanisches Schiff auf Gran Canaria und fand dort die Urbevölkerung der Guanchen vor, dieses Volk lebte noch wie in der Steinzeit. Die Spanier und Portgiesen brachten bis zum Ende dieses Jahrhundert ihre einheimischen Rebsorten mit und begründeten den Weinbau. Damals waren süße, alkoholschwere Weine beliebt, die aus den weißen Sorten Moscatel und Malvasia gekeltert wurden. Der Wein wurde als „Canary-Sack“ (siehe auch unter Sack) bezeichnet und in großen Mengen nach England und Nordeuropa exportiert. Zur Zeit von William Shakespeare (1564-1616) war der Insel-Wein bereits berühmt, in „Was ihr wollt“ verlangt Sir Toby Belch nach „a cup of canary“.

Die sieben Hauptinseln sind Fuerteventura, La Gomera, Gran Canaria, El Hierro, Lanzarote, La Palma und Teneriffa, wobei auf allen Weinbau betrieben wird. Es handelt sich um Vulkaninseln, der letzte Ausbruch fand auf La Palma im Jahre 1971 statt. Aus diesem Grund herrscht auf allen Inseln vulkanischer, für den Weinbau bestens geeigneter Boden vor. Die Weinberge umfassen rund 9.000 Hektar Rebfläche. Eine Besonderheit sind die ausschließlich wurzelechten Reben, da der Archipel von der Reblaus verschont blieb. Es sind unterschiedlich je DO-Bereich über 30 Rebsorten zugelassen, einige gibt es nur mehr hier. Die wichtigsten Sorten sind die Listán-Spielarten. Die Rotweinsorten sind Baboso Negro, Bastardo Negro, Cabernet Sauvignon, Castellana Negra, Listán Negro (Listán Prieto), Malvasia Rosada, Moscatel Negro, Negramoll, Pinot Noir, Rubi Cabernet, Syrah, Tempranillo, Tintilla (Garnacha Tinta, Vijariego Negro. Die Weißweinsorten sind Albillo, Baboso Blanco, Burra Blanca, Forastera Blanca, Gual (Boal), Listán Blanco (Listán Floral), Malvasia, Moscatel, Marmajuelo (Bermejuela), Pedro Ximénez, Verdello, Vijariego Blanco. Traditionell werden gespritete Süßweine und oxidativ ausgebaute Rancios hergestellt.

El Hierro - hier pflanzte der Engländer John Hill im Jahre 1626 erstmals Rebstöcke. Die terrassierten Weingärten der gleichnamigen DO mit knapp 300 Hektar Rebfläche reichen in bis zu 700 Meter Seehöhe. Sie ist vor allem durch Weißweine aus der Sorte Vijariego Blanco bekannt. Diese machen rund 70% der Produktion aus und werden auch aus den anderen kanarischen Sorten produziert. Die Rotweine werden vor allem aus Listán Negro und Negramoll gekeltert. Aus der Moscatel erzeugt man viele Jahre in Kastanienfässern ausgebaute Rancios. Die besten Süßweine entstehen aus edelfaulen Trauben.

Gran Canaria umfasst rund 450 Hektar Rebfläche in bis 850 Meter Seehöhe. Es gibt die zwei DO-Bereiche Gran Canaria und Monte Lentiscal. Die Weinberge liegen um die Hauptstadt Las Palmas und im Nordosten der Insel. Der bekannteste Wein, der auch den DO-Status begründete, ist „Tinto del Monte“ (Bergwein) aus der Listán Negro.

La Gomera ist mit 370 km² die zweitkleinste Insel. Die gleichnamige DO umfasst rund 100 Hektar Rebfläche auf steil terrassierten Hängen, die mit Steinmauern befestigt sind.

Lanzarote ist die Vulkan-Insel schlechthin. Im Jahre 1730 gab es einen sechs Jahre andauernden Vulkanausbruch, der die gesamte Insel mit schwarzer Asche bedeckte. Die gleichnamige DO umfasst rund 2.300 Hektar Rebfläche. Es herrscht extrem trockenes, subtropisches Klima vor. Die Reben werden in künstlich angelegten Mulden (Hoyos) gepflanzt und mit Steinmauern umgrenzt, um sie vor dem Wind zu schützen. Eine Spezialität sind gespritete Süßweine. Die besten Weine entstehen aus bis zu hundert Jahre alten Rebstöcken. Die bereits im Jahre 1775 gegründete Bodega „El Grifo“ betreibt ein eigenes, sehenswertes Weinmuseum und ist berühmt für ihre Malvasia-Weine.

La Palma wird auch als „La Isla Bonita“ (die schöne Insel) bezeichnet. Die gleichnamige DO mit über 1.000 Hektar Rebfläche besteht aus den drei Subzonen Fuencaliente-Las Manchas, Hoyo de Mazo und Norte del Palma. Zu 80% werden Weißweine aus den klassischen Sorten der Inselgruppe gekeltert. Die auch aus edelfaulen Beeren erzeugten Süßweine werden zum Teil gespritet. Eine Spezialität ist der (nicht als DO zugelassene) Rancio-Weißwein „Tea“, der aus der Albillo gekeltert wird. Er heißt nach einer einheimischen Kiefernart, aus denen die 500-Liter-Fässer für den Ausbau gefertigt werden.

Teneriffa ist mit knapp 2.000 km² die größte der kanarischen Inseln. Hier gibt es fünf DO-Bereiche. Die südlich liegende DO Abona umfasst 2.200 Hektar in bis zu 1.800 Meter Seehöhe. Die an der Westküste liegende DO Tacoronte-Acentejo umfasst 1.800 Hektar und ist nach den Orten Tacoronte und La Victoria de Acentejo benannt. Die heißeste DO Ycoden-Daute-Isora umfasst den gesamten grünen Nordwesten der Insel. Sie ist nach den uralten Guanchen-Königreichen Ycode und Daute, sowie dem Reich der Prinzessin Isora benannt. Die steilen Weinberge in bis 1.400 Meter Seehöhe umfassen 1.600 Hektar. Garachico entwickelte sich zum Hauptexporthafen des berühmten „Canary Sack“. Die DO Valle de Güímar umfasst 750 Hektar und ist nach dem gleichnamigen Tal benannt. Die Weinberge liegen hier in bis 1.400 Meter Seehöhe. Die DO Valle de la Orotava umfasst 700 Hektar und ist nach der Stadt Orotava an der Nordwestküste benannt.