Das österreichische Weinbaugebiet ist eines von drei des Bundeslandes Steiermark und umfasst 501 Hektar Rebfläche. Das schmale, langestreckte Gebiet grenzt im Süden an Slowenien. Ein Weinbau lässt sich bis in das vierte Jahrhundert vor Christi zurückverfolgen, denn schon die Illyrer, Kelten und später die Römer bauten hier Reben an. Im Jahre 1235 wurde Weinbau am Ligistberg erstmals urkundlich erwähnt. Die Lage an den Ausläufern der Koralpe und des Reinischkogels schützt vor Wind und bewirkt tagsüber starke Erwärmung. Die Weingärten liegen zwischen 420 und 600 Meter Seehöhe. Steilhänge und fast schluchtartige Täler prägen das Bild der Weingemeinden. Es herrschen Gneis- und Schieferverwitterungs-Böden vor. Die Weststeiermark ist das klassische Gebiet des Schilcher-Weines, denn hier wird auf 72% der Rebfläche die fast nur in der Steiermark angebaute Sorte Blauer Wildbacher kultiviert. Es gibt auch einen „Verein zum Schutz des klassischen Schilcher aus der Weststeiermark“ mit dem Markenzeichen Weißes Pferd.
Bekannte Weinbaugemeinden sind Bad Gams, Deutschlandsberg (Riede Burgegg), Eibiswald, Ligist, Marhof, Schwanberg, das Schilcherzentrum Stainz (Riede Engelweingarten), Stallhofen, St. Florian, St. Stefan mit Gundersdorf und Greisdorf und Wies (Riede Lamberg). Die „Schilcher Weinstraße“ beginnt in Ligist, führt über die wichtigsten Orte und endet in Eibiswald. Ganz charakteristisch für das Weinbauebiet sind die „Kellerstöckln“, die nur aus einem Pressraum mit einem darunter befindlichen Weinkeller bestehen.
Bekannte Weingüter sind Domäne Müller, Erzherzog Johann Weine, Friedrich Christian, Jöbstl Johannes, Langmann, Lazarus, Oswald, Reiterer Christian, Resch-Longus, Strohmeier und Weinhof Florian. Der Rebsortenspiegel basiert auf der im Jahre 2009 durchgeführten Weingartenerhebung. Im Vergleich zur vorletzten Erhebung im Jahre 1999 ergeben sich bei den Sorten keine großen Veränderungen. Im Gegensatz zum sonstigen Rotwein-Trend in Österreich gab es eine Verdoppelung des Weißweinsorten-Anteils. Die zwei Sorten Chardonnay (hier auch Morillon) und Weißburgunder werden gemeinsam erfasst. Die Gesamtrebfläche vergrößerte sich um rund 16% von 432 Hektar auf 501 Hektar:
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