Das österreichische Weinbaugebiet ist eines von vier des Bundeslandes Burgenland und umfasst 7.649 Hektar Rebfläche. Es ist nach dem 320 km² großen und 36 Kilometer langen Steppensee benannt. Im Volksmund wird das Gebiet zumeist als „Seewinkel“ bezeichnet, weil es sich winkelförmig an den See anschmiegt. Vom Norden des Bundeslandes erstreckt sich das Gebiet am nördlichen und entlang des gesamten östlichen See-Ufers bis zur ungarischen Grenze. Bekannte Weinbau-Gemeinden sind Andau, Apetlon, Frauenkirchen, Gols (eine der größten Österreichs), Halbturn, Illmitz, Jois, Kittsee, Mönchhof, Neusiedl am See, Tadten, Pamhagen, Podersdorf, St. Andrä, Wallern, Weiden und Winden. Die „Seewinkel-Weinstraße“ beginnt bei Neusiedl am See und verläuft entlang der ungarischen Grenze, vorbei am Naturschutzgebiet „Lange Lacke“ und führt zurück nach Neusiedl.
So wie alle Gewässer übt der Neusiedlersee eine positive Wirkung auf den Weinbau aus. Das Klima ist von pannonischen und kontinentalen Einflüssen geprägt, der große Neusiedlersee wirkt klimaregulierend und fungiert im Herbst in Verbindung mit den auftretenden Seenebeln als Wärmespeicher. Dies trägt auch zur Bildung von Edelfäule (siehe unter Botrytis) und der Produktion von edelsüßen Weinen bei, die hier große Tradition haben. Die Vegetationszeiten sind mit bis zu 250 Tagen im Jahr überdurchschnittlich lang. Als Bodentypen herrschen Löss-, Schwarzerde-, Schotter- und Sand-Böden vor. Zu den bekanntesten Rieden zählen Altenberg, Alte Satz, Bless, Edelgrund, Gabarinza, Goldberg, Hallebühl, Heideboden, Kreuzjoch, Neuberg, Reitäcker, Salzberg, Schafleiten, Siebenmahd, Spiegel, Straßenäcker, Ungerberg und Zwickeläcker. Ein DAC-Gebiet ist in Vorbereitung bzw. in Diskussion; siehe unter Neusiedlersee DAC.
Der Rebsortenspiegel basiert auf der im Jahre 2009 durchgeführten Weingartenerhebung. Im Vergleich zur vorletzten Erhebung im Jahre 1999 ist der Anteil der Rotweinsorten von 25% auf 50% gestiegen. Die ehemals häufigste burgenländische Rebsorte Grüner Veltliner wurde fast um die Hälfte und der Welschriesling um über ein Drittel reduziert. Besonders die Rotweinsorten Blaufränkisch (71%), Zweigelt (58%), St. Laurent (122%), Merlot (830%), Cabernet Sauvignon (93%) und Blauburgunder (113%) haben zugelegt. Die Sorten Chardonnay (Morillon) und Weißburgunder wurden 1999 noch gemeinsam erfasst:
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