Das österreichische Weinbaugebiet ist eines von vier des Bundeslandes Burgenland und umfasst 2.118 Hektar Rebfläche. Schon die Kelten und Römer betrieben hier Weinbau. Nicht verbürgten Legenden zufolge besuchte auch Kaiser Karl der Große (742-814) diese Gegend. Die Zisterzienser brachten im Mittelalter die Rebsorten Blaufränkisch und Grauburgunder mit und kultivierten den Weinbau. Das hügelige, bewaldete Gebiet umfasst den gesamten Mittelteil des Bundeslandes zwischen Niederösterreich im Westen und Ungarn im Osten. Bekannte Weinbau-Gemeinden sind Deutschkreutz, Frankenau, Kroatisch Geresdorf, Kleinwarasdorf, Horitschon, Lackenbach, Lutzmannsburg, Neckenmarkt, Nikitsch, Ritzing, Unterfrauenhaid und Unterpetersdorf. Bekannte Rieden (Lagen) sind Dürrau, Gfanger, Hochäcker, Hochberg, Kart und Kirchholz. Die drei Hügelketten Ödenburger Gebirge im Norden, Bucklige Welt im Westen und Günser Bergland im Süden schützen vor kalten Winden. Vom Osten strömen warme, pannonische Klimaeinflüsse ein und der nahe Neusiedlersee wirkt klimaregulierend. Die vorherrschenden Bodentypen sind Sand-, Lehm- und teilweise auch Kies-Formationen mit guter Wasserspeicherung.
Erwähnenswert ist, dass im Zuge einer Sorten-Charakterisierungs-Studie am Bundesamt für Weinbau in Eisenstadt festgestellt wurde, dass die Herkunft Mittelburgenland analytisch festgestellt werden kann. Dies ist auf Grund von Weininhaltsstoffen, insbesondere von Mineral- und Aromastoffen, eindeutig möglich. Auffällig war dabei der sehr hohe Gehalt an der gesundheitsförderlichen Phenolverbindung Resveratrol.
Der Rebsortenspiegel basiert auf der im Jahre 2009 durchgeführten Weingartenerhebung. Mittelburgenland ist das österreichische Rotweinweinbaugebiet. Im Vergleich zur vorletzten Erhebung im Jahre 1999 ist der Anteil der Rotweinsorten von 83% nun auf bereits 92% gestiegen. Die Gesamtfläche steigerte sich um 273 Hektar, das sind 15%. Mit mehr als der Hälfte dominiert eindeutig der Blaufränkisch, deshalb nennt man das Weinbaugebiet im Volksmund auch das „Blaufränkischland“. Aus dieser Sorte wird seit dem Jahrgang 2006 die herkunftskontrollierte Qualitätsstufe Mittelburgenland DAC produziert. Die beiden Sorten Chardonnay und Weißburgunder wurden im Jahre 1999 noch gemeinsam erfasst:
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