Das österreichische Weinbaugebiet ist eines der acht des Bundeslandes Niederösterreich und umfasst 910 Hektar Rebfläche. Im Jahre 1993 wurden die bis dahin ein gemeinsames Weinbaugebiet bildenden Distrikte Donauland (seit Jahrgang 2008 Wagram) und Carnuntum getrennt. Bereits die Kelten und später die Römer betrieben hier Weinbau. Mitte des ersten Jahrhunderts wurde das ehemalige keltische Königreich Noricum zur römischen Provinz. Die Römer errichteten in Nähe des heutigen Ortes Petronell, wo die Bernsteinstraße die Donau kreuzte, ein Legionslager und eine Zivilstadt mit großem Amphitheater, die um 100 n. Chr. rund 40.000 Einwohner zählte. Die Grenze gegen die Germanen wurde mit einem Wall befestigt, dem Limes. Im 20. Jahrhundert fanden umfangreiche Ausgrabungen statt. Außerhalb des Ortes erinnert ein ehemals 20 Meter hoher Triumphbogen an die Kaiserkonferenz im Jahre 308. Um 400 wurde Carnuntum von den Germanen zerstört.
Die hügelige Landschaft erstreckt sich südlich der Donau östlich von Wien bis zur Grenze der Slowakei. Die Weingärten liegen an den Ausläufern der Thermenlinie und profitieren auch vom Temperaturausgleich des Neusiedlersees und der Donau. Der hier schon stark spürbare pannonische Klimaeinfluss sorgt für hohe sommerliche Durchschnitts-Temperaturen und eine überdurchschnittliche Traubenreife. Es herrschen Sand-, Lehm-, Löss- und Schotter-Böden vor, die meist auf Ablagerungen der Donau zurückzuführen sind. Geologisch gesehen ist das Gebiet ein Teil des Wiener Beckens. Die Rebflächen sind weit verstreut, aber es gibt zwei größere Konzentrationen zusammenhängender Bereiche. Die sonnenreichen Südhänge des Spitzerberges bilden bei Prellenkirchen eine kleine Rotweininsel. Das zweite größere Gebiet liegt um die Gemeinden Göttlesbrunn, Arbesthal und Höflein. In beiden Bereichen werden auch ausgezeichnete Rotweine produziert. Weitere Weinbau-Gemeinden sind Bruck an der Leitha, Hainburg und Stixneusiedl.
Der Rebsortenspiegel basiert auf der 2009 durchgeführten Weingartenerhebung. Gegenüber der vorletzten Erhebung 1999 ist der Anteil der Rotweinsorten um 17% auf Kosten der Weißweinsorten Grüner Veltliner (36%), Müller-Thurgau (52%), Riesling (27%), Frühroter Veltliner (54%) und Neuburger (37%) gestiegen. Eine starke Reduktion gab es auch beim Blauen Portugieser (49%). Die Gesamtfläche ist um 67 Hektar gestiegen, das sind 8%. Die zwei Sorten Chardonnay und Weißburgunder wurden 1999 noch gemeinsam erfasst:
Wein-Plus ist ein unabhängiges Medium.
Wir legen großen Wert auf die Trennung von Redaktion und Werbung.
Natürlich betreiben wir keinen Handel mit Wein und sind weder direkt noch
indirekt finanziell mit Weinhändlern oder Erzeugern verbunden.
Bitte beachten Sie auch die weiteren rechtlichen Hinweise im Impressum.
Wir respektieren Ihre Privatsphäre. Zu unserer Datenschutzerklärung.