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Frankreich
06.03.2009
Wein doch gesund?
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In Frankreich streiten Politiker, Winzer und Öffentlichkeit um das geplante Verbote von Gratis-Weinproben. Die Gesundheitsministerin kündigte, wie französische Medien berichten, einen überarbeiteten Gesetzentwurf an. Unterdessen gibt es neue Hinweise auf positive Auswirkungen des Weinkonsums.
Der von Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot eingebrachte Entwurf stieß in der ersten Kammer des Parlament auf erhebliche Kritik, auch Winzerverbände machten mobil gegen die Pläne der Regierung. Der Entwurf sieht bislang vor, beispielsweise Gratis-Weinproben (wie sie in Weingütern üblich sind) zu verbieten, auch Wein-Events, Weinmessen und ähnliche Veranstaltungen müssten bei Inkrafttreten mit erheblichen Restriktionen leben. Gastronomen befürchteten zudem ein Aus für die in Frankreichs Restaurants beliebten Menüs "vin compris" (inklusive Wein). Das Ministerium kündigte nun aber an, den Entwurf bezüglich der beiden umstrittenen Gesetzesartikel 23 und 24, in denen beispielsweise auch die Internet-Werbung reglementiert werden soll, kurzfristig zu überarbeiten. Die Ministerin betonte, dass sich die Bestimmungen nicht gegen die Weinkultur, sondern lediglich gegen den Alkoholmissbrauch richteten.
Die Winzer sehen sich indes, wie beispielsweise der Decanter meldet, von einer in wenigen Tagen offiziell vorgestellten Untersuchung bestätigt. Das Nationale Landwirtschaftsforschungsinstitut will dann eine Langzeitstudie präsentieren, derzufolge ein moderater Weinkonsum von ein bis drei Gläsern doch gesund sein soll. (WF)
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