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Hamburg
25.03.2006
Skandal um gefälschten Barbera
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In Hamburg ist offenbar in großem Stil gefälschter Barbera der Kultmarke Bricco dell'Uccellone angeboten worden. Italienische Restaurants wollen nichts gemerkt haben.
Ein aus Sizilien stammender Händler hat offenbar mehreren Hamburger Restaurants Barbera des Weinguts Braida-Giacomo Bologno verkauft. In den Flaschen befand sich, wie Beamte der für Umweltdelikte zuständigen Hamburger Wasserschutzpolizei (sic!) aufdeckten, lediglich simpler Landwein.
Angeblich haben die Hamburger Wirte, die den Bricco für günstige 20 Euro pro Flasche einkauften, von der obskuren Herkunft nichts mitbekommen. Doch angesichts der beschränkten Menge dieses Barberas (auf den deutschen Markt gelangen jährlich etwas 8.000 Flaschen) und der durchaus bekannten Tatsache, dass es immer wieder Fälschungsverdacht bei italienischem Wein gibt, eine zweifelhafte Ausrede. Offenbar hat sich auch kein einziger der italienischen Gastronomen die Mühe gemacht, den Wein zu verkosten.
Bricco dell'Uccellone wird normalerweise deutlich teurer angeboten, für die Gastronomie gelten Preise um 30 Euro. Den Fälschungen auf die Spur kam die Polizei nach Hinweisen aus Italien, mehrere Hamburger Wohnungen und Restaurants wurden durchsucht, zahlreiche Flaschen sicher gestellt.
Quelle: Hamburger Morgenpost
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