Kooperation zwischen FINE und der F.A.Z.
Ralf Frenzel – Inhaber des Tre Torri Verlags für Essen, Trinken und Genuss – verlegt seit 2008 FINE Das Weinmagazin. Das erstklassige Weinmagazin berichtet aus der Welt der großen Weine. Ebenso spannend und vielschichtig wie die edlen Tropfen wirkt auch die hochwertige Zeitschrift. Von Journalisten wurde es bereits das vielleicht beste Weinmagazin der Welt genannt. Wenn Sie bisher noch nichts von FINE Das Weinmagazin gehört haben, wird sich das nun sicherlich ändern. Viermal im Jahr ist ab September dieses Jahres eine Sonderbeilage in der Samstagsausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung geplant.
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Ralf Frenzel, Inhaber des Tre Torri Verlags (Foto: TreTorri Verlag)
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Wein-Plus: Wie kam es zu der Kooperation zwischen FINE und der F.A.Z.?
Ralf Frenzel: Die Leser der F.A.Z. sind geschmackssicher und hochgradig kulinarisch interessiert. Der Tre Torri-Autor Jürgen Dollase, einer der anspruchsvollsten deutschen Gastrokritiker, hat schon seit Jahren eine Heimat in der F.A.Z. gefunden, wöchentlich erscheint dort seine Kolumne „Geschmackssache“. Verbunden sind wir der F.A.Z. auch durch unseren Chefredakteur Thomas Schröder, der 20 Jahre lang Chefredakteur des Frankfurter Allgemeinen Magazins war und sich auch dort für Wein stark gemacht hat. Außerdem steht die F.A.Z. für unbedingten Qualitätsjournalismus und kann sich mit uns als Weinjournalisten identifizieren. Die Sonderausgabe von FINE Das Weinmagazin ist eine Möglichkeit Leser zu erreichen und ihnen das große Thema Wein und Genuss nahe zu bringen. Wir sind etwas Einzigartiges und liegen nicht in jedem Bahnhofskiosk aus, von daher sind die über 520.000 Leser, die wir mit der Sonderbeilage erreichen, eine große Chance für uns.
Was ist das Besondere an Ihrem Magazin? Zeitschriften für Essen und Trinken gibt es ja viele.
Zuerst einmal bin ich davon überzeugt, dass unsere Qualität ein Alleinstellungsmerkmal ist. Wer sonst hat Autoren wie Stuart Pigott oder den schon erwähnten Jürgen Dollase als regelmäßige Kolumnisten? Außerdem machen wir die Themen und laufen keinen hinterher. Das große Thema der letzten Ausgabe war z. B. Portwein. Es gab einen großen Reisebericht durch das Douro-Tal, Heimat des Portweins, und wir haben zu einer Verkostung nach Berlin geladen. Da hatte die versammelte Weinszene die große Chance zu erschmecken, was für ein tolles Produkt der Portwein ist. Und darüber hat vorher niemand gesprochen, geschweige denn geschrieben. Wir haben eine Artikelserie zum Thema Klima und Wein, das ist ein aktuelles Thema, über das gesprochen werden muss. Und natürlich haben wir noch eine andere Stärke: Die Sinnlichkeit. Ein FINE-Magazin in die Hand zu nehmen ist einfach ein Vergnügen. Die hochwertigen Fotografien, die aufwändige Gestaltung und das edle Material, das alles ergibt einen sinnlichen Genuss.
Klingt als wären Sie zufrieden mit FINE Das Weinmagazin. Aber wie ist denn die Resonanz der Leser?
Bisher durften wir von Ausgabe zu Ausgabe mehr Leser begrüßen, mit dieser Entwicklung sind wir sehr zufrieden. Unsere Abonnenten-Zahl beträgt jetzt 12.000 Stück, darauf können wir stolz sein. Natürlich werden wir kein Massenblatt, wir sind nicht billig. Aber wir sind den Preis wert. Ich sehe uns eher als Sammlerstück, fortlaufend werden viele frühe Ausgaben nachbestellt. Ich glaube, da wollen einige ihre Sammlung komplettieren. Auch mit der Resonanz der Winzer und Sommeliers bin ich sehr zufrieden. Ich spüre, dass uns von dieser Seite viel Vertrauen und Unterstützung entgegengebracht wird. Wir sind verbunden mit der deutschen Weinwelt und im ständigen Kontakt. Nicht nur, dass z. B. Top-Winzer wie Armin Diel für unser Magazin schreiben, auch der VDP arbeitet eng mit unserem Verlag zusammen. Zum 100. Geburtstag des VDP erscheint der Jubiläumsband bei Tre Torri. Man sollte auch unser Sonderheft „Next Generation: 101 junge Winzer, die jeder kennen sollte“ erwähnen, in dem wir die nächste Generation exzellenter Weinmacher aus Deutschland vorstellen.

Spielt der deutsche Wein denn eine besondere Rolle für den deutschen Ableger einer internationalen Weinzeitschrift?
Zwar sind wir stärkste Partner in der internationalen FINE-Familie, doch sind wir sehr bemüht ein eigenes, deutsches Profil zu haben. Wir übernehmen gelegentlich Artikel, der allergrößte Anteil sind allerdings Eigenproduktionen und für die deutsche FINE verfasst. Den deutschen Wein zu unterstützen, wo es nur geht, war in den vergangenen drei Jahren das größte Anliegen von und FINE Das Weinmagazin und meiner Person. Während meiner Tätigkeit als Sommelier in den 80ern und als erfolgreicher Weinhändler, sowie persönlicher Weinberater für Alfred Biolek konnte ich meiner Leidenschaft für deutschen Wein immer schon nachgehen. Und auch jetzt ist das nach wie vor noch der Fall. Ich möchte hier vor allem zwei ungewöhnliche Weinproben erwähnen, die wir extra für FINE initiiert haben. Eine Spätburgunder-Verkostung von Romanée-Conti und Assmanshäuser Höllenberg, die zeigte, dass der deutsche Spätburgunder sensationelle Qualität hat, die international mehr als nur mithalten kann. Auch die Verkostung von 100 Jahrgängen Riesling im Kloster Eberbach war ein Gewinn für den deutschen Wein. Beide Degustationen haben international für viel Aufmerksamkeit gesorgt.
Sind in Zukunft weitere Aktionen geplant?
Es sind schon einige Überraschungen in Planung, da möchte ich aber nicht zuviel verraten. Nur soviel: Wir sind mit einigen wirklichen Top-Weingütern im Gespräch. Im Moment freue ich mich vor allem auf die FINE Sonderbeilage in der F.A.Z., die am 25. September erscheint. Bis dahin ist noch einiges zu tun. Die Leser werden sich auf einen Querschnitt aus drei Jahren FINE Das Weinmagazin freuen dürfen.
Vielen Dank für das Gespräch
Zur Person Ralf Frenzel Seine Karriere in der internationalen Weinwelt startete der 1963 geborene Gastwirtssohn und gelernte Koch als Glücks- und Wunderkind – und das ist er bis heute geblieben. Er hat wohl alle großen Weine der Welt getrunken und in seinem Gedächtnis gespeichert, ist vertraut mit den wichtigen Weinmachern und bedeutenden Bewegern der Szene aller Kontinente. Sein glanzvoller biografischer Sturmlauf vom ersten und zugleich jüngsten Sommelier Deutschlands, der in nur wenigen Monaten zu weltweitem Renommee fand, über den Händler exklusiver Weine, den vielgefragten Chef einer Beratungs-Agentur für alle Themen im Bereich Essen, Trinken und Genuss (CPA!) bis zum erfolgreichen Verleger (Tre Torri) ungewöhnlicher, innovativer Bücher über die Kunst des Kochens und des klugen Speisens sowie über die großen Weine hat den rastlosen Wiesbadener Unternehmer nun auf einen neuen Höhepunkt geführt: Er ist seit 2007 Verleger und Herausgeber von FINE Das Weinmagazin, der deutschen Ausgabe von FINE. Erfolg, auch hier, garantiert. FINE Das Weinmagazin Nach erfolgreicher Markteinführung in Skandinavien (2006) und Großbritannien (2007) erscheint das Magazin, das seiner Kompetenz wie seiner gestalterischen Schönheit und edlen Anmutung wegen gerühmt wird, seit April 2008 auch in einer deutschen Ausgabe. Das Magazin bringt seinen Leserinnen und Lesern auf sinnlich fesselnde Weise die Welt der feinsten, seltensten Weine und ihrer Macher näher. Mit unterhaltsam-klugen Texten, außergewöhnlicher Fotografie und anspruchsvollem Design genießt der Leser auf mehr als 160 Seiten passionierte, überraschende Reportagen, exklusive Hintergrundgeschichten und Berichte über aktuelle Degustationen. Anders als anderen Weinzeitschriften geht es in FINE Das Weinmagazin ausnahmslos um die edelsten Weine der Welt, volkstümliche Konsumweine werden nicht in den Blick genommen. Kenner schreiben hier für Kenner und für alle, die ein vertieftes Wissen über die größten Kunstwerke des Weins, ihre Entstehung, ihre Pflege, ihre Geschichte und ihren Mythos erstreben. FINE Das Weinmagazin richtet sich an Weinliebhaber, Sammler und Genießer großer Weine und alle, denen sich mit dem Erlebnis des Weins zugleich die Welt des schönen Lebens und eines kultiviert großzügigen Lebensstils eröffnet. |