Der ehemalige jugoslawische Landesteil Slowenien ist in Deutschland als Weinbauregion nahezu gänzlich unbekannt. Dabei verfügt Slowenien - seit 2004 Mitgliedstaat der EU - über Anbaugebiete, die von weit berühmteren Weinregionen wie der österreichischen Südsteiermark oder dem italienischen Collio lediglich durch die jeweiligen Landesgrenzen getrennt sind. Erstmals in deutscher Sprache stellen wir Slowenien mit unserem neuen Weinführer ausführlich vor.
Zum Weinführer Slowenien
Besonders empfehlenswerte Weine
Ein wenig zur Geschichte Sloweniens
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Eine der wichtigsten Sorten in Slowenien, der Refosk
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Die ersten Rebstöcke wurden in diesem Gebiet schon vor rund 2.400 Jahren von den Kelten gepflanzt. Die Römer beeinflussten den Weinbau vor allem in der Gegend von Poetovium (Ptuj = Pettau). Der Weinautor Plinius der Ältere (23-79) erwähnte den Weinbau im Karstgebiet und bezeichnete diese Weine als Lebenselixier. Während der Völkerwanderung kam der Weinbau wieder zum Erliegen. Aber im Mittealter wurden nach alten Quellen die Weine an den Höfen des kaiserlichen Wien und erzbischöflichen Salzburg sehr geschätzt. Der österreichische Erzherzog Johann (1782-1859) besass in der Nähe von Maribor (Marburg) einen Musterweinberg. Auch heute noch sind die Einflüsse der historischen und langen Zugehörigkeit zu Österreich-Ungarn zu spüren. Wie in den meisten Ländern fielen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts große Flächen der Reblaus zum Opfer.
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Die Region Jeruzalem im Südosten Sloweniens
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Die frühere Teilrepublik Jugoslawiens ist seit dem Jahre 1991 eigenständig. Der slowenische Weinbau hat seitdem eine rasante und sehr positive Entwicklung aufzuweisen. Ein diesbezüglicher Vorzeigebetrieb und Pionier ist das Weingut Movia. Die Bereiche im Norden an der Grenze zu Österreich (Südsteiermark), im Osten an der Grenze zu Ungarn sowie im Westen an der Grenze zur italienischen Region Friaul-Julisch-Venetien umfassen heute rund 24.000 Hektar. Es gibt viele Kleinwinzer mit oft winzigen Flächen, von denen viele nur für den Eigenbedarf produzieren. Jährlich wird rund eine Million Hektoliter Wein erzeugt, rund Dreiviertel entfallen auf Weißweine, rund ein Viertel auf Rotweine. Die mit Abstand häufigste Rebsorte ist der Laski Rizling (Welschriesling) mit rund einem Fünftel der Rebfläche; die häufigste Rotweinsorte Refosk (Refosco).
Weitere Informationen finden Sie im Wein-Plus Glossar