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05.07.2005
Deutsche Spätburgunder des Jahrgangs 1990
Schon Damals!
Von Sigbert Hiss und Marcus Hofschuster
Leserkommentare (bisher 3)Journalisten müssen sich äußern, von Berufs wegen, auch wenn sie vielleicht nur ein eingeschränktes Bild von dem haben, worüber sie gerade schreiben oder reden. Robert Parkers legendärer Verriss des deutschen Spätburgunders ist ein treffendes Beispiel für diese grassierende Berufskrankheit. Offenbar hatte der Punkteguru, oder sein Mitarbeiter, beim Verfassen seines letzten Buches „Parkers Weinguide” (2003) keinen blassen Schimmer. Dabei hätte er Zeit genug gehabt sich mit dem Thema zu beschäftigen. Deutsche Spätburgunder mit erstaunlichem Niveau gibt es nämlich spätestens seit 1990. Und sie waren nicht mal wirklich selten, wie eine ungewöhnliche Vergleichsverkostung in Liel im Markgräflerland ergab. Fünfzehn Jahre alte Weine bekommt man aus Bordeaux, Rioja und Tokai ohne Probleme. Fünfzehn Jahre alte Spätburgunder aufzutreiben ist dagegen schon ein kleines Kunststück. Sigbert Hiss, Weinfachberater aus Liel, der zur Zeit in der Nähe von London lebt, hat sich aufgemacht, dieses Kunststück zu vollbringen. Das Ergebnis waren 24 Spät- und ein Frühburgunder aus dem Jahrgang 1990, alle aus Deutschland, die meisten aus Baden. Die Flaschen waren alle in hervorragendem Zustand. Sie kamen direkt aus den Archiven der Weingüter oder aus gut gepflegten Kellern, wie dem des Hotel Bareiss in Baiersbronn. Schon der erste Flight, mit dem Arbeitstitel „Winzergenossenschaften und unbekannte Weingüter”, überraschte die Runde der Tester - die übrigens klein war, aber um so hochkarätiger besetzt: Marcus Hofschuster, Chefverkoster von Wein Plus, Jürgen von der Mark, selbständiger Önologe und Master of Wine, Zsolt Pekker, Redakteur der Nase des Markgrafen, Michael Schmidt aus London, ebenfalls Journalist und Mitarbeiter des Wine Report sowie Jürgen Dietsche, Weinkenner und ‑liebhaber aus Bad Krozingen. Gleich der erste Wein, eine Waldulmer Pfarrberg Spätlese vom Weingut Benz war sehr reif und im Rentenalter angekommen, aber doch besser als der Arbeitstitel erwarten lies. Etwas besser stand da der Gottenheimer Kirchberg vom Weingut Stefan Hess da, mit etwas mehr Restzucker, der ihm seine Rente etwas versüßte.
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Weit besser als sein Ruf - Der deutsche Spätburgunder
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Ähnliches und Besseres tauchte im späteren Verlauf viel öfter auf, als die versammelten Experten sich hätten träumen lassen. „Ich hätte nicht gedacht, dass nach fünfzehn Jahren noch so viele, nicht nur trinkbare, sondern ausgesprochen klasse Weine dabeisein würden”, sagte Sigbert Hiss. Natürlich gab es auch solche, die inzwischen stark abgebaut hatten. Die Spätlese vom Burkheimer Feuerberg (Weingut Bercher), der Tafelwein aus dem kleinen Eichenfaß von Salwey oder ein QbA aus der Magnumflasche vom Weinhaus Heger hatten ihre beste Zeit schon seit längerem hinter sich. Einige der Weine ließen der Nase nach auf ähnlich abgelebten Zustand schließen, verblüfften aber am Gaumen mit intakter Struktur, Dichte und sogar kräftigen Fruchtaromen. So etwa die Auslese vom Burkheimer Feuerberg von Bercher, oder der Tafelwein R vom Weingut Rebholz, der sich durch eine sehr gute Balance auszeichnete. Zwei Serien mit insgesamt 10 Weinen waren dem Kaiserstuhl gewidmet. In dieser Runde machte eine Spätlese vom Weingut Schneider (Endingen) den besten Eindruck. Die Weine wurden übrigens blind verkostet, erst nach der Diskussion der einzelnen Flights wurden die Namen der Ansteller aufgedeckt. Gemeinschaftspunkte wurden keine vergeben. Der Konsens war aber im Fall Schneider einstimmig. Zu einer heftigen Kontroverse kam es über den QbA „R” von Huber, der als einziger Breisgauer im zweiten Kaiserstühler Flight gelandet war. Der Wein präsentierte sich in tiefem Blauschwarz, mit sehr kräftigem Bukett, das die einen mit dunklen Früchten, Anis, Cassis und Holunder, die anderen mit aufdringlicher schwarzer Johannisbeerblüte und Deftigerem beschrieben. Am Gaumen präsentierte er sich mit ähnlicher Aromatik wie in der Nase - jeweils in gegensätzlicher Interpretation. Weitgehend Einigkeit herrschte über zwei Punkte: Dieser Wein, dem man die Jahre überhaupt nicht anmerkte, war der frischeste im Flight; für einen Spätburgunder zeigte er aber eine eher untypische Aromatik. Allerdings wies Sigbert Hiss darauf hin, dass Spätburgunder aus bestimmten Lagen - zum Beispiel vom Assmannshäuser Höllenberg im Rheingau- sehr oft einen Cassisnote aufweisen, diese also gar nicht so untypisch für die Rebsorte ist. In der 90er Probe fand sich diese Geschmacksrichtung noch deutlich bei zwei weiteren Weinen, den Auslesen von Marget und Kühling-Gillot. Michael Schmidt verhängte trotzdem über den Huber ein „Einfuhrverbot” für London. „Die Engländer kennen den deutschen Spätburgunder zu wenig; ein so untypischer Wein würde zu viel Verwirrung verursachen”, erklärte er sein Diktum mit einem Augenzwinkern. Sigbert Hiss hat es sich zur Aufgabe gemacht, den deutschen Wein im allgemeinen und den Spätburgunder im besonderen auch im Vereinigten Königreich bekannter zu machen. Dort soll diese Probe unter Beteiligung des „Wine Reporters” Schmidt & namhaften Journalisten, in Kürze wiederholt werden. Eine weitere Überraschung des Nachmittags war der innerbadische Vergleich zwischen Markgräflerland und Kaiserstuhl. Da alle Weine während der ganzen Probe zur Nachverkostung zur Verfügung standen, wurde er mit großem Aufwand betrieben - eine halbe Stunde nahmen sich die Verkoster allein für die Gegenüberstellung der drei oder vier interessantesten Weine der beiden Regionen. Insgesamt war die Runde fast fünf Stunden mit den Weinen und ihrer intensiven Diskussion beschäftigt und konnten dabei auch die Entwicklung der Weine in den offenen Flaschen und im Glas in ihr Urteil einbeziehen. Von den sechs Markgräfler Weinen beeindruckten eine Kirchberg Auslese von Soder (Istein), eine Auslese aus dem Hügelheimer Höllberg von Marget und eine Müllheimer Pfaffenstück Auslese von Dörflinger am meisten. Die Weine präsentierten sich gereift, aber voll auf der Höhe, mit typischer Pinot-Aromatik und schöner Struktur. Für einen Teil der Juroren standen sie mit dem besten Kaiserstühler auf Augenhöhe, für die anderen - etwa den Franken Hofschuster - hatten die Markgräfler die Nase sogar deutlich vorn. Jürgen von der Mark lieferte die mögliche Erklärung: „Daran sieht man, dass der Kaiserstuhl für Pinot gar nicht so ideal ist. In einem extrem heißem Jahr wie 1990 wird es auf den steinigen Böden schnell zu trocken und zu heiß. Das kühlere, feuchtere Markgräflerland bietet der Rebe dann die besseren Voraussetzungen.” Auch bei den Markgräflern gab es einen Wein, an dem die Diskussion entbrannte. Die Hügelheimer Höllberg Auslese von Emil Marget fanden die einen grandios, die anderen - weil sehr untypisch - jenseits von Gut und Böse. Was den einen aufdringliche Siruparomen, waren den anderen fulminante Fruchtnoten gepaart mit Eleganz. Konsens herrschte wieder über die mangelnde Typizität; der Wein erinnerte eher an Cabernet als an Pinot. Jürgen von der Mark fand eine prägnante Beschreibung: „In diesem Wein kommt die Dekadenz des Jahrgangs 1990 zum Ausdruck - und das ist doch wunderbar! Warum soll der Winzer nicht umsetzen, was ihm der Jahrgang bietet?” Dass der letzte Flight aber auch die besten Badener - welche man auch immer vorn sah - übertraf, lag vor allem an den beiden Weinen von Fürst. Seine Spät- und Frühburgunder, letzterer vom Centgrafenberg, waren sicherlich die besten Weine der ganzen Runde. Der Spätburgunder verband ledrig-animalische Düfte mit Gemüsearomen, präsentierte sich am Gaumen frisch und mit perfekter Struktur. Der Frühburgunder kam etwas kantiger daher, sehr animalischen, anfangs mit käsigen & pilzigen Aromen und einem leicht salzigen Abgang. Michael Schmidt war begeistert: „Hier zeigt sich, dass der schwierige Frühburgunder, wenn er von einem Könner bearbeitet wird, dem Pinot noir ebenbürtig sein kann. Vor allem auf sehr mineralischen Böden kann er seine besonderen Stärken ausspielen.” Nehezu auf Augenhöhe präsentierte sich ein Wein, der wohl mit für die größte Überraschung bei den Meisten Teilnehmern sorgte: die Auslese von Kühling-Gillot machte deutlich, dass auch Rheinhessen ein Wörtchen mitreden kann, wenn es um die besten und langlebigsten Spätburgunder Deutschlands geht. Obwohl die Verkoster ohne Ausnahme als Kenner und Freunde des deutschen Spätburgunders bezeichnet werden können, waren sie doch alle überrascht, zu welchem Niveau es viele deutsche Winzer schon im Jahr 1990 gebracht hatten. Selbst einigen der überalterten, schon weitgehend oxidierten Weine war anzumerken, daß sie deutlich bessere Tage gesehen hatten. Ein Pinot noir, so fanden alle, war ja an sich nicht für die Weinewigkeit gemacht, und fünfzehn Jahre sind für diese Sorte selbst im Burgund ein stolzes Alter. „Vor allem aber muss man bedenken, dass die Winzer damals ja noch am Anfang ihrer Qualitätsentwicklung standen”, betonte Marcus Hofschuster. „Seitdem haben sie nochmal enorm zugelegt und sind noch sehr viel besser geworden.” Vielleicht wird sich das im Laufe des 21. Jahrhunderts auch bis Amerika herumsprechen.
| Verkostungsnotizen von Marcus Hofschuster |
| Alde Gott Winzer eG, 1990, Spätburgunder, Rotwein, Auslese |
| Rubin bis Ziegelrot und Orange. Süßlich-malzige Nase mit gemüsigen Tönen, Champignons, nur wenig Frucht. Deutlich gereift im Mund, einvach, ziemlich süß, verhaltenes, leicht staubiges und trocknendes Tannin, etwas marmeladiger Eindruck, passabler Abgang. | 75 |
| Austrinken. |
Infos zum Erzeuger (Alde Gott Winzer eG) |
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| Alde Gott Winzer eG, 1990, Spätburgunder, Rotwein, Auslese, Trocken |
| relativ dunkles, leicht trübes Granat-Braun. Deutlich gereifte Nase, Malz und eingekochtes sowie getrocknetes Obst. Auch im mund deutlich gealtert, etwas tee und wenig Frucht, präsente Röstaromen, staubiges Tannin, passabler Abgang. | 72 |
| Austrinken. |
Infos zum Erzeuger (Alde Gott Winzer eG) |
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| Kühling-Gillot, 1990, Spätburgunder, Rotwein, Auslese |
| Helles Rubin-Granat mit orangefarbenem Rand. Feingereifter, klarer, präsenter Duft nach roten Beeren. Warme, reife Frucht im Mund, süßlicher Schmelz und feines, mürbes Tannin, gute Struktur, Vanille und etwas helles Karamell am Gaumen, recht kräftiger Körper, gute Nachhaltigkeit, mittellang. | 86 |
| Bis 2007. |
Infos zum Erzeuger (Kühling-Gillot) |
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| Privat-Weingut Hartmut Schlumberger, 1990, Laufen, Altenberg, Spätburgunder, Rotwein, Spätlese, Trocken |
| Reifendes Rubin-Granat mit orangefarbenem Rand. Gereifte Nase mit Röstaromen, Dörrobst, aber auch Kirschen und roten Beeren sowie Malz und Kandisnoten. Recht klar im Mund, würzig, gereift aber zunächst noch relativ präsent, rauchig-röstige Noten, feines, leicht sandiges Tannin, gewisser Schmelz, baut aber an der Luft ab, ordentlicher Abgang. | 81 |
| Austrinken. |
Infos zum Erzeuger (Privat-Weingut Hartmut Schlumberger) |
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| Schloßgut Istein, 1990, Spätburgunder, Rotwein, Auslese, Trocken |
| Klares Rubin-Granat. Frischer Duft nach Johannisbeeren und etwas Kirsche. Fruchtig im Mund, leicht rauchig und ziemlich mineralisch, immer noch etwas Kohlensäure, feinsandiges Tannin, kühle und dennoch ein wenig marmeladige Art, zeigt deutlichen Herkunftscharakter, ordentlicher Abgang. | 84 |
| Bis 2006. |
Infos zum Erzeuger (Schloßgut Istein) |
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| Weingut Bercher, 1990, Burkheim, Feuerberg, Spätburgunder, Rotwein, Auslese, Trocken |
| Rubin mit Aufhellung. Reife rote Beeren in der Nase, Räuchernoten sowie etwas Kirschen und Zwetschgen. Klare Frucht mit schokoladiger Würze, leicht marmeladig, feines Tannin, süßlicher Schmelz am Gaumen, mineralische Noten, noch recht straff gewirkt, guter Abgang. | 86 |
| Bis 2006. |
Infos zum Erzeuger (Weingut Bercher) |
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| Weingut Bercher, 1990, Burkheim, Feuerberg, Spätburgunder, Rotwein, Spätlese, Trocken |
| Granat mit deutlicher Aufhellung. Liebstöckel, Malz und Soßenlebkuchen, aber kaum mehr Frucht in der Nase. Auch im Mund Suppengemüse und brotige Töne, schon weit fortgeschrittene Reife, nur noch wenig Frucht, merkliche Säure und staubiges Tannin, knapper, kühler Abgang. | 73 |
| Austrinken. |
Infos zum Erzeuger (Weingut Bercher) |
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| Weingut Blankenhorn, 1990, Badenweiler, Römerberg, Spätburgunder, Rotwein, Spätlese, Trocken |
| Rubin-Orange mit Brauntönen. Sehr marmeladige Nase mit süßen, bisquitartigen Röstaromen. Im Mund fortgeschrittene Reife, nur noch wenig Frucht, sandiges Tannin, knapper Abgang. | 77 |
| Austrinken. |
Infos zum Erzeuger (Weingut Blankenhorn) |
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| Weingut Dr. Benz - Kirchberghof, 1990, Waldulm, Pfarrberg, Spätburgunder, Rotwein, Spätlese, Trocken |
| Helles Rubin-Granat mit orange-braunem Rand. Verhalten in der Nase, Dörrobst und rotes Dörrgemüse, mit grünen, säuerlichen und röstigen Tönen. Stark gereift im Mund, rauchig und röstig, wirkt zunächst dank der präsenten Säure und noch etwas Frucht nicht unfrisch, am Gaumen Obst und Gemüse, etwas trocknendes Tannin, mit Luft nehmen die grünen Noten deutlich zu, ordentlicher Abgang. | 79 |
| Trinken. |
Infos zum Erzeuger (Weingut Dr. Benz - Kirchberghof) |
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| Weingut Dr. Heger, 1990, Spätburgunder, Rotwein, QbA, Trocken |
| Aus der Magnumflasche. Aufhellendes Granat mit leichten Brauntönen. Duft nach teils getrockneten Beeren mit floralen Tönen und hellen Röstaromen. Im Mund wieder röstig, schon etwas gezehrt wirkende Frucht, feinstaubiges Tannin, mineralische Noten im Hintergrund, nicht allzu tief, ordentlicher, würziger Abgang mit etwas Trockenobst. War sicher einst ein schöner Wein, befindet sich aber im Niedergang. | 77 |
| Austrinken. |
Infos zum Erzeuger (Weingut Dr. Heger) |
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| Weingut Dr. Heger, 1990, Ihringen, Winklerberg, Spätburgunder, Rotwein, Auslese, Trocken |
| Rubin-Granat mit Brauntönen. Stark animalische Nase mit Noten von Schokolade und Zwetschgen. Holzig im Mund, kaum mehr Frucht, eine Spur roter Beeren, röstige Noten, wenig Tiefe, knapper Abgang. | 73 |
| Austrinken. |
Infos zum Erzeuger (Weingut Dr. Heger) |
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| Weingut Emil Marget, 1990, Hügelheim, Höllberg, Spätburgunder, Rotwein, Auslese, Trocken |
| Ziemlich dunkles Kirsch-Rubin. Präsenter Duft nach eingemachten Sauerkirschen, Blaubeeren sowie florale und kräuterige Noten. Gereifte, vollmundige Frucht, süßlicher Schmelz, leicht rauchiger und röstiger Geschmack, feines Tannin, lebendig am Gaumen, mit Rumtopfnoten, etwas Fleisch und Minze, kräftiger Körper, sehr dicht und extraktreich, alkoholstark, guter Abgang. Immer noch in ausgezeichneter Form. | 87 |
| Bis 2008. |
Infos zum Erzeuger (Weingut Emil Marget) |
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| Weingut Ernst Heinemann, 1990, Scherzingen, Batzenberg, Spätburgunder, Rotwein, Spätlese, Trocken |
| Relativ dunkles, lebendiges Rubin. Verhaltener, klarer Beerenduft. Kühl und straff im Mund, präsente, sandige und leicht trocknende Tannine, wieder klare Frucht im Hintergrund, wirkt noch ziemlich frisch, nicht allzu tief, ordentlicher Abgang, der reichlich Tannin hinterlässt. Nur wenig Sortentyp, aber gut gemacht. | 81 |
| Bis 2007. |
Infos zum Erzeuger (Weingut Ernst Heinemann) |
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| Weingut Franz Keller - Schwarzer Adler, 1990, Spätburgunder, Rotwein, Tafelwein, Selection A |
| Rubin-Granat mit Aufhellung. Deutlich gereifte, etwas käsige Nase mit Noten von Malz und schweizer Kräuterzucker. Ziemlich malzig auch im Mund, vordergründig, präsente Säure und austrocknendes, staubiges Tannin, wirkt gezehrt, knapper Abgang. | 72 |
| Austrinken. |
Infos zum Erzeuger (Weingut Franz Keller - Schwarzer Adler) |
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| Weingut Gebrüder Müller, 1990, Ihringen, Winklerberg, Spätburgunder, Rotwein, Spätlese, Trocken, 21 |
| Hellrubin bis Orange. Erst etwas unklare, krautige und gemüsige Nase, mit Luft aber auch etwas Frucht. Eher einfach im Mund, weit gereift, leicht malzig, schlank, mit feinstaubigem Tannin und passabler Frucht, schlank, knapper Abgang. | 77 |
| Austrinken. |
Infos zum Erzeuger (Weingut Gebrüder Müller) |
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| Weingut Hans Lang, 1990, Hattenheim, Spätburgunder, Rotwein, QbA |
| Helles Rubin-Granat mit orangefarbenem Rand. Gereifte, etwas oxydative Nase nach roten Beeren und welkem Laub. Auch im Mund etwas oxydativ, recht präsente Säure und verhaltene Frucht, feinstaubiges Tannin, mineralische Noten im Hintergrund, fortgeschrittene Reife, passabler Abgang. | 76 |
| Austrinken. |
Infos zum Erzeuger (Weingut Hans Lang) |
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| Weingut Hermann Dörflinger, 1990, Müllheim, Pfaffenstück, Spätburgunder, Rotwein, Auslese, Trocken |
| Rubin mit Aufhellung. Vanillig-röstiger Duft nach roten Beeren und etwas Zwetschgen. Klare Burgunderfrucht aber auch präsentes, röstiges Holz im Mund, leicht trocknendes Tannin, ein Hauch Kohlensäure, gute Präsenz am Gaumen, hat Schmelz, die Frucht legt an der Luft noch zu, guter Abgang. | 86 |
| Bis 2007. |
Infos zum Erzeuger (Weingut Hermann Dörflinger) |
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| Weingut Karl H. Johner, 1990, Spätburgunder, Rotwein, Tafelwein |
| Granat mit Brauntönen. Animalisch in der Nase, mit süßlich-schokoladigen Röstaromen, Havanna-Tabak und Beerenkompott im Hintergrund. Deutlich gereift im Mund, nach getrockneten Beeren und Zwetschgen, Rhabarber, wieder Röstaromen, präsente Säure, nicht mehr allzu tief, gewinnt aber noch einmal mit Luftzufuhr, ordentlicher Abgang. | 80 |
| Austrinken. |
Infos zum Erzeuger (Weingut Karl H. Johner) |
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| Weingut Ökonomierat Rebholz, 1990, Spätburgunder, Rotwein, QbA, R |
| Gedecktes Granat. Röstiger und mineralischer Duft nach teils überreifen Kirschen und Beeren. Klar und straff im Mund, dunkle Röstaromen, etwas Kakao, staubige Tannine, am Gaumen wieder mineralische Noten, sehr gute Struktur, recht langer Abgang mit etwas nachtrocknenden Holztanninen. | 86 |
| Bis 2007. |
Infos zum Erzeuger (Weingut Ökonomierat Rebholz) |
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| Weingut Reinhold & Cornelia Schneider, 1990, Spätburgunder, Rotwein, Spätlese, Trocken |
| Rubin-Granat mit Aufhellung. Etwas marmeladige Frucht in der Nase, rote und schwarze Beeren und Champignons. Noch relativ fruchtig im Mund, leichte Kohlensäure, zart rauchige und mineralische Noten, Aromen welker Blüten und wieder Champignons, staubiges Tannin, passable Tiefe und Länge. | 81 |
| Bald trinken. |
Infos zum Erzeuger (Weingut Reinhold & Cornelia Schneider) |
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| Weingut Rudolf Fürst, 1990, Spätburgunder, Rotwein, Spätlese |
| Klares Rubin-Granat mit Aufhellung. Duft nach reifen roten Beeren, etwas Vanille, Zwetschgen und Mineralien. Klare, reife Frucht im Mund, röstige Noten, feines Tannin, straff gewirkt und nachhaltig am Gaumen, deutliche Mineralität, etwas Malz, gewinnt mit Luft noch an Rasse, gute Tiefe und Länge. | 87 |
| Bis 2007. |
Infos zum Erzeuger (Weingut Rudolf Fürst) |
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| Weingut Rudolf Fürst, 1990, Bürgstadt, Centgrafenberg, Frühburgunder, Rotwein, Spätlese, Trocken |
| Granat mit Brauntönen. Vegetabiler Duft nach Cassis, Butter, Zitrusfrüchten und Mineralien. Recht elegante Frucht mit rauchigen Holznoten, eine Spur Kakao, feines, leicht adstringierendes Tannin, recht weich am Gaumen, hat Schmelz, dabei aber auch viel Nerv, legt mit Luft deutlich zu, Tee, röstige Noten und welkes Laub im guten Abgang. | 85+ |
| Bis 2009. |
Infos zum Erzeuger (Weingut Rudolf Fürst) |
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| Weingut Salwey, 1990, Spätburgunder, Rotwein, Tafelwein |
| Hellrubin bis Orange. Gereifter, röstwürziger Duft mit Noten roter Beeren und pflanzlichen Spuren. Im Mund sehr mager, wirkt müde und recht stumpf, gezehrter Abgang. | 67 |
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Infos zum Erzeuger (Weingut Salwey) |
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| Weingut Stefan Hess, 1990, Gottenheim, Kirchberg, Spätburgunder, Rotwein, Auslese, Trocken |
| Ziegelrot bis Orange. Warme Gebäcknase mit etwas marmeladiger Frucht im Hintergrund. recht lebendig im Mund, wiederum marmeladig, mit Schmelz und süßen Röstaromen, feines Tannin und etwas Säure, Ledernoten im Hintergrund, insgesamt nicht sehr tief, aber noch erstaunlich präsent, süßlicher, marmeladiger und röstiger Abgang. | 80 |
| Bis 2006. |
Infos zum Erzeuger (Weingut Stefan Hess) |
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Sigbert Hiss und Marcus Hofschuster
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