Radio
Dienstag, 11. Dezember 2007
19.00 - 21.00 Uhr | Radio Rüsselsheim
Winedate
Langjährige Fachjournalist, Buchautor und Spanienweinexperte Jürgen Mathäß aus Landau
Peters Wine Talk
Hier geht es seit acht Jahren um den vergorenen Traubensaft in Flasche, Glas und Kopf. Mit in langen Wein(trinker)-Jahrzehnten und durch permanente Weiterbildung erworbener Kompetenz, gelegentlichem Witz, kritischer Reflexion und äh
, ”(halb)-trockenem” Humor.
Fernsehen
Samstag, 1. Dezember 2007
18.30 Uhr | ARTE
Weinprobe
Sizilien
Feurig wie Lava gleitet er über die Zunge. Der Wein von den Hängen des Ätna auf Sizilien kann seine Herkunft kaum verleugnen. Kein Wunder: Die Rebstöcke wurzeln tief im Gestein des aktiven Vulkans. "Weinprobe" widmet sich einer der ungewöhnlichsten Weinregionen der Welt. Ein Anbaugebiet mit einer Tradition von mehr als 4.000 Jahren. Doch der Ruhm der Jahrtausende gehört längst der Vergangenheit an. Schon im 19. Jahrhundert diente sizilianischer Wein vor allem zur Anreicherung der blassen Rotweine Norditaliens. Die eigene Identität ging fast völlig verloren. Erst in den letzten Jahren erlebt der Weinbau auf der Insel eine Renaissance. Mit dazu beigetragen hat auch Giuseppe Benanti. Als erster Winzer produzierte er Ätnawein, der auch international Renommee erhielt. Aufwendig und mit den Mitteln moderner Kellertechnik geht er dabei zu Werke. Im krassen Gegensatz dazu steht der belgische Aussteiger Frank Cornelissen. Er tritt die Trauben mit seinen Füßen und baut den Wein in Amphoren aus.
Sonntag, 2. Dezember 2007
9.45 Uhr | hr Fernsehen
Wein und Schokolade
Genüsse aus dem Neckartal
Zwischen Neckar und Weinbergen verbirgt sich in Gundelsheim eine kleine Schokoladenmanufaktur. Der Chocolatier Eberhard Schell mischt in seine süßen Kreationen so kräftige Gewürze wie Chili, Ingwer, Kardamom, Pfeffer und sogar Essig. Eines Tages erregte er mit seinen außergewöhnlichen Köstlichkeiten die Aufmerksamkeit der renommierten Kölner Sommelière Claudia Stern, und so begann die Idee, Wein und Schokolade zu kombinieren. Auf Einladung des Staatsweinguts Weinsberg trafen sich die beiden Meister des Geschmacks, um gemeinsam im Holzfasskeller auszuprobieren, welcher Wein zu welcher Kakaosorte am besten passt. In der Kakaobohne schlummern immerhin über tausend Aromen, und wie beim Wein hängt die Qualität der Schokolade von der Sorte, der Lage, vom Anbaugebiet und vom Jahrgang ab. Weil die Kombination Wein und Schokolade mehr als nur Sinneslust ist, wird sie in der Lehr- und Versuchsanstalt Weinsberg auf höchster Ebene erforscht. Inzwischen haben Claudia Stern und Eberhard Schell zwei spezielle Schokoladen für Rot- und Weißwein kreiert, und man darf gespannt sein, wie sich diese Liaison der Genüsse weiterentwickelt.
17.03 Uhr | ARD
W wie Wissen
Landwirtschaft im Klimawandel
Der Klimawandel wird die Landwirtschaft in hiesigen Breiten grundlegend verändern. Wo heute noch wogende Getreidefelder stehen, werden künftig Gemüse und Obst dominieren. Wein und Mais werden deutlich mehr Anbaufläche bekommen, exotische Pflanzen wie Zuckerhirse und Sudangras kommen hinzu. "W wie Wissen" blickt in die Zukunft der Landwirtschaft.
Mittwoch, 5. Dezember 2007
13.30 Uhr | ARTE
Chic
Hinter den Kulissen: Food & Wine Academy Brüssel
Die Food & Wine Academy von Christelle Verheyden und Erich Boschmann in Brüssel ist ein Gourmet-Tempel. Die Wirtschaftwissenschaftlerin und der Sommelier haben mit der Academy ihren Traum verwirklicht und einen Ort für kulinarische Abenteuer geschaffen. Die Food & Wine Academy bietet Kurse und Veranstaltungen rund um die untrennbare Kombination "Kochen und Wein" an. Als erstes lernen die Teilnehmer die Grundregel: Ein guter Koch ist immer neugierig, allem Fremden gegenüber aufgeschlossen und darf nie aufhören zu experimentieren, auszuprobieren und Neues zu komponieren.
Samstag, 8. Dezember 2007
9.05 Uhr | ORF 2
Matinee
Magische Weihnachten
Im Weinviertel
Eine ruhige Weihnachtszeit - fernab des Trubels - wird im Weinviertel an der March gefeiert. Bäckerinnen, die nach alten Rezepten Ingwerkekse backen, stimmen darauf ein. Kleine Gebetsrunden sind in der Adventszeit ebenso selbstverständlich wie der Weg der Jäger zu den Futterkrippen im Wald am Heiligen Abend.
Dienstag, 11. Dezember 2007
15.15 Uhr | hr Fernsehen
Bilderbuch
Die Ahr
Eigentlich ist die Ahr ein Winzling. Sie misst nur 89 Kilometer von der Quelle bis zur Mündung. Dennoch ist sie einer der abwechslungsreichsten Flüsse Deutschlands. Die Quelle der Ahr entspringt in den sanften Hügeln der Kalkeifel in Blankenheim. Auf den ersten Kilometern fließt der Fluss in leichten Schwüngen durch das noch flache Tal. Nach der Hälfte der Strecke, bei Altenahr, verändert sich die Szenerie dramatisch. Das Tal der roten Traube beginnt: ein teilweise schroffer Canyon mit steilen Weinbergterrassen und atemberaubenden Aussichten. Es ist das größte zusammenhängende Rotweinanbaugebiet Deutschlands, das Ziel von Tausenden von Touristen.
Mittwoch, 12. Dezember 2007
15.15 Uhr | hr Fernsehen
Bilderbuch Deutschland
Tübingen
Noch heute ist die Universität größter Arbeitgeber, ihre Angestellten sind die Hauptkunden der Händler und Handwerker, die Masse der Studenten belebt die Diskussionen in der Stadt. Und an Ideen herrscht nach wie vor kein Mangel: so hält sich die Uni eigene Weinberge und Weinhändler der Unterstadt verkaufen ihre Weine bis nach Japan.
Samstag, 15. Dezember 2007
20.15 Uhr | SWR
SamstagAbend
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Natalie Lumpp - Topsommelière und Weinexpertin des SWR (Copyright: SWR)
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Festliches Überraschungsmenü in vier Gängen mit Vincent Klink, Otto Koch und Natalie Lumpp
Sterne leuchten nicht nur zu Weihnachten, sondern auch in der SamstagAbend-Küche. Vincent Klink und Otto Koch, zwei mit Gourmet-Sternen dekorierte Köche, bereiten ein Weihnachtsmenü mit vielen Überraschungen zu. Als Vorspeise kommt ein venezianischer Salat mit einer Überraschung aus dem Meer auf den Festtagstisch, ein Traminer Süppchen wird als Zwischengang gereicht. Raffiniert gefüllte Entenkeulen werden als Hauptgang serviert. Und zum Abschluss werden Schneeballen in einer delikaten Zimtsauce aufgetischt. Unterstützt werden die beiden Köche von Natalie Lumpp, Topsommelière und Weinexpertin des SWR. Sie wird zum Weihnachtsmenü den passenden Wein servieren.
Mittwoch, 19. Dezember 2007
15.15 Uhr | hr Fernsehen
Bilderbuch
Elsass - die südliche Weinstraße
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Möglichst schonender Umgang mit dem Boden - In den Weinbergen wird wieder mit Pferden gepflügt. (Copyright: HR/SWR)
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Der südliche Teil der elsässischen Weinstraße führt durch eine reizvolle Landschaft mit romantischen Weindörfern und mittelalterlichen Städtchen. Bis hoch zu den Vogesenwäldern ziehen sich die Rebberge. Seit den Römern prägt der Weinbau diese Gegend, die weltweit berühmt ist für ihre Weine. Vor acht Jahren wurden 17 Hektar Rebland, darunter beste Grand-Cru-Lagen, auf biodynamischen Anbau umgestellt. Die Winzer sind überzeugt, dass Wein im Weinberg beginnt, und nur im völligen Einklang mit der Natur lasse sich ein Optimum an Geschmack erreichen. Zum Ende der filmischen Reise durch das südliche Elsass besucht Filmautor Willy Meyer noch eine der ältesten Weinbruderschaften Frankreichs. Die Confrérie Saint-Etienne residiert im Schloss von Kintzheim. Berühmt ist ihre Weinsammlung, in der über 70.000 Flaschen lagern. Heute werden mehr als 160 Millionen Flaschen Weißwein jährlich im Elsass produziert.
Donnerstag, 20. Dezember 2007
9.20 Uhr | hr Fernsehen
Weinland Hessen
Vom Trinken und Handeln
Wein verkauft sich eben nicht von alleine, und deshalb kann man eine Rebe mieten, muss mediokre Kunst im Keller über sich ergehen lassen und erst mal ein schrilles Etikett überwinden, bevor es zum Weingenuss kommt. Dabei allerdings kann man dann herzlich lachen, weil der Rheingau ja auch längst im Comic verewigt ist. Rent a reb oder Alphornblasen: Franz Oschmann ist alles recht, um seinen Wein zu verkaufen. Auch Jürgen Risse erzählt Krimis in seiner Weinhandlung und Bernd Weber in Darmstadt von seiner Zeit bei der christlichen Seefahrt. Die Wein-Regionen machen es ihnen nach: Schlemmerwochen, Dichter-Lesungen, erhellende Events im Weinberg, und über allem schwebt die Frage: Was hat das noch mit Wein zu tun? Auch ohne Brimborium gibt es Wein - etwa im Supermarkt. Aber wird man dann gleich aus der weinseligen Gemeinde verstoßen? Die ultimativen Antworten darauf gibt es im Spätlesereiter, dem Rheingau-Comic.
11.45 Uhr | Phoenix
Mit dem Zug durch Neuseeland
Die Südinsel
Die zweite Etappe führt an die bisweilen sehr rauen Wasser des Marlborough-Sundes, durch schier endlose Weinberge bis zu den Walgründen der Pazifischen Küste und schließlich in die Neuseeländischen Alpen. Im Marlborough-Sund züchten findige Fischer eine neue Ikone der Neuseeländischen Küche: grüne Muscheln. Von dort führt der Schienenstrang durch schier endlose Weinberge. Neuseelands Weinindustrie verbucht von Jahr zu Jahr größere internationale Erfolge.
Freitag, 21. Dezember 2007
15.15 Uhr | hr Fernsehen
Bilderbuch
Die Mosel von Zell bis Koblenz
Die besten Weine der Mosel wachsen in den Steillagen wie etwa dem Calmont, dem steilsten Weinberg Europas. Der Moselabschnitt bei Winningen wird "Terassenmosel" genannt. Hier wachsen hervorragende Weine auf künstlichen Terassenanlagen, die sich der Sonne entgegenstrecken. Die Mauern dieser Stufen sind so alt wie die der Burgen dieser Landschaft. Winningen ist nicht nur durch seine Lage "Weinhex" bekannt, sondern auch durch seinen berühmten Sohn August Horch, den Autokonstrukteur. Einige Kilometer weiter mündet die Mosel bei Koblenz in den Rhein.
18.20 Uhr | WDR
Servicezeit: Essen & Trinken
Für Gäste: Handfestes zum Glas Wein
Herzhaft, einfach, köstlich
Freunde einladen, um den Tisch sitzen, einen Happen essen, was Gutes trinken, die halbe Nacht schwatzen - sich’s gemütlich machen! Jetzt ist die richtige Zeit dafür. Das Essen sollte an einem solchen Abend eine gute Unterlage bieten, aber bitte nicht so schrecklich viel Arbeit machen, auch nicht die Welt kosten und trotzdem gut zum Wein passen. Also herzhaft, einfach, köstlich. Bei den WDR-Fernsehköchen Martina und Moritz gibt’s zum Schmausen und Plauschen Miesmuscheln im großen Topf, Käsekartoffeln aus dem Backofen, Wirsingeintopf mit Bratwurst oder knusprige, marinierte Hühnerschenkel. Dazu verraten die beiden, wie man den passenden Wein aussucht, wo man ihn findet und in welchen Gläsern man ihn am besten anbietet.
Samstag, 22. Dezember 2007
15.15 Uhr | ARD
Bilderbuch
Die Pfalz - Rund um Bad Dürkheim
"Bilderbuch" besucht die Pfalz zwischen Deidesheim und Freinsheim, wo die Weinstraße beginnt und der Pfälzer Wald in die Rheinebene übergeht. Trutzige Burgruinen und malerische Weindörfer prägen diese Gegend - und das milde, fast mediterrane Klima, "Toskana Deutschlands" wird sie auch genannt. Dem ökologischen Weinanbau verschrieben hat sich das renommierte Weingut Bürklin-Wolf in Wachenheim und auch die Lebenshilfe, die am Fuß der Wachtenburg einen Weinberg betreibt, in dem geistig Behinderte mit besonderer Sorgfalt arbeiten. Zahlreiche Trockenmauern stützen die Weinberge in der Pfalz. Doch die kunstvoll aufgeschichteten Steinbarrieren drohen vielerorts zu verfallen. In den Deidesheimer Weinbergen lernen jetzt Arbeitslose das alte Handwerk des Trockenmauerbaus. Ein Projekt mit sozialem und ökologischen Nutzen, denn die Mauern sind Lebensraum vieler Tiere. Naturverbunden arbeitet auch die Keramikerin Lotte Reimers in Deidesheim. Die Farben ihrer Keramiken stammen aus der Asche von verbrannten Weinstöcken oder von zermahlenen Steinen.
18.05 Uhr | ARD Extra (Digital)
Flaschengeister
Von kleinen und großen Weinen
"Niemand hat Probleme mit industriell hergestellten Weinen" meint Moselwinzer Löwenstein selbstbewusst. 'Aber so wie sich ein Poster von einem Original unterscheidet, liegen auch Welten zwischen einem Industriewein und einem individuell gemachten Terroirwein.' Und die produziert nun mal der Renommierwinzer von der Terrassenmosel und schlägt so der Globalisierung ein Schnippchen. Im Supermarkt sieht die Welt oft anders aus: Industriell gestylte Weine aus den Weiten des Globus' nivelliert im Geschmack, aber günstig im Preis machen vielen Winzern das Leben schwer. 'Plastikweine' sagen sie abfällig dazu, dabei ist unverkennbar, dass der Billigwein von heute meist besser als der von früher ist. Im Weinkrieg zwischen Alter Welt und Neuer Welt, zwischen Traditionalisten und Globalisierern spielt nicht jeder ehrlich.
Sonntag, 23. Dezember 2007
12.20 Uhr | MDR
So schmeckt's am Harzrand
Mit Jan Hofer auf Schlemmertour
Das Wasserschloss Westerburg, Wohnhöhlen in Langenstein, ein Weinberg bei Westerhausen - am Nordrand des Harzes gibt es für Jan Hofer vieles zu entdecken. Und, wie immer auf seiner Schlemmertour durch Mitteldeutschland, wird er bestens kulinarisch versorgt: Von mittelalterlicher Tafelei über Harzer Frühstück bis zum geheimnisvollen Käsekuchen ist alles dabei. Und Jan "erschmeckt" auch einen Unterschied zwischen einem Wein, der bei Vollmond geerntet wurde, und einem, der in ganz gewöhnlicher Nachtstimmung gelesen wurde.
18.30 Uhr | ARTE
Zu Tisch in... Der Provence
25 Jahre lang hat Rose-Marie Bernard auf ihrem alten provenzalischen Weingut Zimmer an Feriengäste vermietet. Dann hatte sie keine Lust mehr, wollte aber auch nicht allein sein. Deshalb hat sie den Hof in fünf Wohnungen unterteilt und vier davon an junge Leute aus der Gegend verkauft. Weihnachten feiert sie jetzt zwei Mal, ein Mal mit ihrer Familie und ein Mal mit ihrer neuen Hausgemeinschaft. Manuel Bernard, Rose-Maries Sohn, bringt dann seine drei Kinder mit und seinen eigenen Wein. Manuel ist Winzer auf dem Weingut "La Martine". Die Weihnachtszeit ist für ihn alles andere als beschaulich. Denn um Weihnachten herum schneidet er die Rebstöcke und bereitet den jungen Wein in den Gärtanks für die Cuvée vor. Erst dieses Zusammenführen verschiedener Sorten bringt am Ende einen harmonischen Côte du Rhône hervor.
18.45 Uhr | SWR (RP)
Essgeschichten
"Von Kelten und vom Keltern"
Weingeschichte(n) von der Nahe
Allgemein wird immer wieder gesagt, die Römer seien es gewesen, die den Wein an die Nahe brachten. Doch in Wirklichkeit werden es wohl schon viele Jahrhunderte früher die Kelten gewesen sein, die erkannten, wie gut im kleinen Seitental des Rheins Wein angebaut werden kann. So richtig herumgesprochen hat sich das allerdings bis heute noch nicht - und so wird es Zeit, den Wein von der Nahe einmal vorzustellen: edler Riesling, guter Rotwein und dazu Spansau oder - wenn's feiner sein soll - Ochsencarpaccio. Die Essgeschichte(n) stellen außerdem Andreas Vanrecum vor, einen der ersten Önologen Deutschlands. Auch die Gebrüder Seitz, die dem Wein durch die Entwicklung eines Filters zu mehr Klarheit verhalfen, und die Legende vom Hüffelsheimer Stiefeltrunk finden in dieser Sendung Platz.
Mittwoch, 26. Dezember 2007
0.55 Uhr | Phoenix
Jakobswege in Spanien - Die klassische Route
1. Teil: La Rioja - Auf dem Pilgerpfad durchs Weinland
Der Jakobsweg nach Santiago de Compostela war im Mittelalter die bedeutendste Pilgerstraße Europas. Von den Pässen der Pyrenäen hinab führt der "camino" von Aragón und Navarra nach La Rioja, in das große alte Weinland Spaniens. In Rioja gedeihen die edelsten Rebsorten, und auch die Pilger des Mittelalters schätzten den guten Wein, das kräftige Brot und die herzhaften Gerichte, die in den Gasthäusern gereicht wurden. Unter ihnen galt La Rioja als das Land Gottes: Brunnen, Kapellen und Kreuze standen am Wegesrand und nach jedem Tagesabschnitt fanden sie ein Städtchen mit Kloster und Kirche, Hospital und Pilgerheimen. Noch heute ist der Jakobsweg lebendig, und die Pilger ziehen zu Fuß oder auf dem Fahrrad die lange Straße nach Compostela.
Donnerstag, 27. Dezember 2007
10.55 Uhr | hr Fernsehen
Weingeschichten
Alltags-, Sonntags-, Festtagswein
„Dickköpfe” wurden sie gescholten, „Quertreiber”, „Eigenbrötler” - Winzer, die sich herrschenden Modeströmungen widersetzt haben und kompromisslos auf ihr Verständnis von Qualität setzten. Solche Betriebe hat Filmautor Winfried Lachauer beispielhaft aufgesucht. Franz Keller am Kaiserstuhl, der Rebell, sagt: „Was interessieren mich Öchsle, der Wein muss schmecken.” Jacob Duijn in Bühl, der holländische Newcomer und Quereinsteiger, hat sich zum Ziel gesetzt, den besten Spätburgunder der Welt zu produzieren. Die Winzer der Genossenschaft Oberkirch streben nach einer glücklichen Verbindung zwischen alten Traditionen und mutigem Suchen nach neuen Wegen. Alle drei Betriebe sind Vorreiter für viele andere geworden.
14.10 Uhr | Phoenix
Schlemmer auf Skiern
Der winzige Skiort St. Christoph am Arlberg gilt in Fachkreisen als kulinarische Metropole der Alpen. Der Film beobachtet Gäste und Skilehrer, Zimmermädchen und Gourmets. Im Mittelpunkt stehen Küchenchef Klaus Lettner, Mitglied der Köchevereinigung "Die jungen Wilden" und der charismatische Altwirt Adi Werner. Nirgendwo lagern so viele alte Bordeaux-Weine in Großflaschen wie im Arlberg-Hospiz, das seit 1386 existiert. Nirgendwo stehen Essen und Trinken so im Vordergrund. Neben den Hotelrestaurants gibt es noch eine hoteleigene "Skihütte", die Hospiz Alm, wo Hummer und Champagner die tägliche Hauptrolle spielen. Ab 1. Dezember tummeln sich dort Ski fahrende Gourmets, vor allem aus dem deutschen Sprachraum. Wer lange genug dabei ist, wird in der hoteleigenen Kapelle feierlich, mit einem Glas Rotwein in der Hand, per Schwertschlag in die Hospiz-Bruderschaft aufgenommen - eine der ältesten Wohltätigkeitsvereinigungen der Welt.
Sonntag, 30. Dezember 2007
22.15 Uhr | Phoenix
Milliardenpoker um den Wein
Während in Europa für die Vernichtung von Rebstöcken von der EU Prämien gezahlt werden, werden immer mehr Weine aus den "neuen" Weinländern USA, Australien, Brasilien, Südafrika und Argentinien importiert. Dort setzt man sich über traditionelle Anbau- und Lagertraditionen hinweg, um kostengünstig zu produzieren. Der Film geht u.a. der Frage nach, wer den Wettbewerb am Ende bestehen wird. Die Globalisierung hat auch den Weinbau erreicht, denn die Länder der "neuen Weinwelt" haben die Spielregeln längst verändert. Als Jacky Mombellet noch ein Junge war, machte sein Vater im Süden Frankreichs 1.000 Hektoliter Wein im Jahr. Davon konnten vier Familien gut leben. Heute, 30 Jahre später, produziert Jacky Mombellet immer noch 1.000 Hektoliter Wein. Doch das Geld, das ihm die Winzergenossenschaft dafür zahlt, reicht nicht einmal mehr für seinen Lebensunterhalt. Deshalb will er jetzt die Hälfte seiner Rebstöcke ausreißen und dafür Geld von der EU kassieren. 400.000 Hektar Reben will die Europäische Union vernichten lassen, um die Überproduktion und den Preisverfall in Europa zu stoppen.
Montag, 31. Dezember 2007
18.30 Uhr | ARTE
Chic
u.a.: Die kleine Geschichte des Champagners
Er ist der König der Weine und das Lieblingsgetränk jeder Dame: der Champagner. Die Geschichte beginnt in einer schönen Region, der Champagne. Seit die Römer hier Weinreben anpflanzten, trinken die Einheimischen immer ein gutes Tröpfchen. Und in christlichen Ländern war es Aufgabe der Geistlichen, die Weinkultur zu pflegen. Daher ist es nur natürlich, dass der geistige Vater des Champagners ein Mönch ist. Dom Pérignon trat im Alter von 30 Jahren der Benediktinerabtei Hautvillers bei. Man setzte ihn als Kellermeister ein, und er machte sich als erstes daran, die heruntergekommenen Weinkeller auf Vordermann zu bringen. Er tat dies mit einer solchen Hingabe, dass der Wein für ihn zur neuen Leidenschaft wurde. Er widmete sich intensiv der Studie der Eigenheiten der verschiedenen Weine, des Einflusses von Klima und Bodenbeschaffenheit auf die Weinqualität... und experimentierte damit. Sein Verschnitt dreier feiner Rebsorten bedeutete die Geburtsstunde des Champagners. Da dachte man, Geistliche dürften nur Rotwein trinken, als Symbol für das Blut Christi. Offensichtlich geht es in der Champagne auch mit Weißwein! Der Legende nach füllte Dom Pérignon den Wein zu früh in mit Bienenwachs versiegelte Flaschen. Der Wein gärte weiter und brachte die Flaschen zum Platzen. So erfand Dom Pérignon auch den Korkenverschluss und verstärkte die Flaschen.