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Carl Friedrich Erbprinz zu Löwenstein
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Er hatte große Pläne, und wenn er davon erzählte, konnte man die Begeisterung in seinen Augen leuchten sehen. Erst vor Kurzem initiierte er eine völlige Neugestaltung seines Weinguts durch den Umzug in den Fürstlichen Schlosspark von Kleinheubach, wo die Baumaßnahmen gerade voll im Gange sind. Am neuen Standort wollte er das Gut wieder zu einem der führenden Weinerzeuger des Landes machen, und wer ihm zuhörte, der merkte schnell, dass Carl Friedrich Erbprinz zu Löwenstein mit Leib und Seele bei der Sache war. Er gehörte zu den liebenswürdigsten Menschen, die mir in der Weinwelt je begegnet sind, er konnte einen anstecken mit dieser Tatenlust und Begeisterung, und man hatte keinen Zweifel, dass er sein Ziel auch erreichen würde.
Jetzt hat eine weitere Leidenschaft Prinz Löwensteins, das Autorennen, diese Pläne jäh durchkreuzt. Bei einem Rennen auf dem Nürburgring am letzten Samstag kollidierte sein Aston Martin mit zwei konkurrierenden Fahrzeugen, überschlug sich, krachte an die Leitplanke und fing Feuer. Prinz Löwenstein starb noch im Fahrzeug, laut Presseberichten an einer Rauchgasvergiftung.
Carl Friedrich Erbprinz zu Löwenstein wurde gerade einmal 43 Jahre alt. Nicht nur vom Weingut oder vom Autorennen konnte er mit Begeisterung erzählen, auch wenn das Thema auf seine Familie fiel, auf seine Frau und seine 4 Kinder im Alter von zwei bis elf Jahren, leuchteten seine Augen.
Wir werden es nicht mehr sehen können, dieses Leuchten.
Vergessen werden Insa Giese, Utz Graafmann und ich es nicht.