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VDP
27.11.2008
Weinlesebilanz 2008
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Die VDP-Winzer ziehen ein vorsichtig optimistisches Fazit des Jahrgangs 2008. Edelsüße Weine sind rar, der Süden scheint zufriedener als der Norden.
Die VDP-Winzer der verschiedenen Weinbauregionen liefern ein recht homogenes Stimmenbild zum Jahrgang, lediglich in den südlichen Anbaugebieten stuft man den Jahrgang etwas höher ein als im Rest der Republik. Die Winzer sind sich darin einig, dass es ein leicht überdurchschnittlicher Jahrgang ist, Beeren- und Trockenbeerenauslesen sind im Jahrgang 2008 allerdings selten zu finden.
Der erste Eindruck ist laut Verband der Prädikatsweingüter vielversprechend: facettenreich, dicht, komplex, hoch aromatisch und das alles bei moderaten Alkoholwerten. Im Vergleich zu anderen Jahrgängen nennen die Winzer meist das Jahr 2004 mit langer Reifezeit, feiner Fruchtsäure und intensivem Aroma.
Der 2008er könne "zweifellos mit seinen Vorgängern mithalten" teilt das Weingut Adeneuer (Ahr) mit, während Toni Jost (Mittelrhein) bedauert, dass die "edelsüßen Spitzen für den ausländischen Markt fehlen". "Die späten Sorten und guten Lagen sind die Gewinner auch dieses Jahrgangs", so das Weingut Kruger-Rumpf. Hans Oliver Spanier (Rheinhessen) sagt, dass er "den 2008er zwischen dem 2002er und 2004er einordnen" würde.
VDP-Präsident Steffen Christmann äußerst sich zufrieden: "Der regenreiche September ließ eine mühsame Lese befürchten, doch der Oktober erhielt die Trauben der späten Sorten (Rieslinge, Burgunder) gesund und ließ sie mit der nötigen Geduld doch ihre volle physiologische Reife erreichen." Gerhard Aldinger (Württemberg) kann ebenfalls kaum klagen: "Unterm Strich sind wir hoch zufrieden mit dem 2008er, wenn wir auch ca. 15 % Einbußen zum Vorjahr hinnehmen mussten. Dank des ausgewogenen Wasserhaushalts im Sommer erwarten wir extraktreiche Weine, etwas weniger fruchtbetont als 2007." Und auch in Baden gewinnt man dem Jahrgang Positives ab: "Endlich mal wieder eine Oktoberlese!", teilt das Weingut Bercher mit. (WF)
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