|
Ungarn
21.10.2009
Die Spitze des Skandal-Eisbergs?
Leserkommentare (bisher 1)
In Ungarn ist nicht irgendwer beim Panschen erwischt worden: Ausgerechnet ein 2005 als Winzer des Jahres geehrter Erzeuger steht im Mittelpunkt eines Skandals.
Wie ungarische Medien und der deutsche Weinreporter ausführlich berichten, werfen die Behörden dem Winzer Vincze Béla aus Eger Unregelmäßigkeiten vor. Ihm wurde untersagt, für die nächsten drei Jahre die Herkunftsbezeichnung Eger zu nutzen. Hintergrund ist offenbar eine verbotene Anreicherung von Wein mit Glyzerin - auch das Herkunftszeugnis soll gefälscht worden sein. Ermittelt wird allerdings nicht nur gegen den Spitzenwinzer, sondern auch gegen den Chef des zuständigen Weinwirtschaftsrates. Noch peinlicher: Auch der Vorsitzende der Ungarischen Weinakademie, die regelmäßig den Titel des jahresbesten Winzers verleiht, ist ins Visier der Behörden geraten; seine Kellerei kassierte eine im ungarischen Recht vorgesehene 30-Tage-Sperre. (WF)
|