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Deutschland
06.01.2012
Wenig Chancen auf Eiswein
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Für den Eiswein des Jahrgangs 2011 sieht es derzeit düster aus. Noch haben nicht alle Winzer die Hoffnung auf allerletzte Lese-Tätigkeiten verloren, aber die Chancen schwinden angesichts des milden Klimas mehr und mehr.
Weil bislang keine Frostperioden zu vermelden waren und die Aussichten für die kommenden zwei Wochen bescheiden sind, nimmt die Hoffnung auf einen Eisweinjahrgang 2011 ab. Ein Komplettausfall der Eisweinlese ist selten, wäre aber mitnichten eine Premiere: Im Winter 1974/1975 mussten die Lesehelfer schon einmal passen, was gefrorene Beeren angeht.
In diesem Jahr sind allerdings, auch weil die Keller nach dem mengenmäßig bescheidenen Jahrgang 2010 leer waren, eh nur vergleichsweise wenige Flächen für die Eisweinbereitung reserviert. Deutschlandweit dürften bloß wenige Hektar Rebfläche mit Folien verpackt sein. Auch der frühe Lesebeginn 2011 und die Probleme, die in einigen Gebieten durch Hagel und Frühjahrsfröste verursacht wurden, haben die Euphorie für den Eiswein begrenzt.
Die in den Weinbergen hängenden Trauben sind allerdings oft noch von brauchbarer Qualität. Bleibt der Frost bis Ende Januar aus, ist wohl noch mit vereinzelten Spät-Auslesen zu rechnen. (WF)
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