Die Region mit der Hauptstadt Florenz liegt im Zentrum
Italiens an der ligurischen Küste; auch die drittgrößte italienische Insel
Elba zählt dazu. Sie grenzt im Norden an
Ligurien und
Emilia-Romagna, im Osten an
Marken und
Umbrien und im Süden an
Latium. Neben dem
Piemont ist die Toskana das wohl berühmteste italienische Weinbaugebiet und auch landschaftlich eines der schönsten Gebiete des Landes. Schon lange vor Christi Geburt und vor den Römern bauten hier die
Etrusker Wein an, somit zählt es zu der ältesten Weinbaugebieten Europas. In der Antike bildete das Gebiet das nach dem Urvolk benannte Land Etruria. Auf römisch bedeutet dies Tuscia, woraus dann Toscana entstand. Ab dem dritten Jahrhundert vor Christi wurden dann die Etrusker von den Römern aufgesaugt. Die Römer verliehen das Land an altgediente Legionäre für ihre Verdienste um das Vaterland.
Nach dem Verfall des römischen Imperiums wurde die Toskana von Goten, Byzantinern, Langobarden und Franken beherrscht. Unter Kaiser
Karl dem Großen (742-814) wurde die Via Francigena (dt. Frankenstraße) erbaut, die Nord- und Süditalien verband und in der Toskana durch Lucca,
San Gimignano, Siena und Radicofani führte. Ab dem 11. Jahrhundert entstanden die lange verfeindeten Stadtstaaten Florenz und Siena, sowie weiter nördlich Genua und
Venedig. Zu dieser Zeit begann durch den Bedarf der rasch wachsenden Städte die Blüte der toskanischen Wein-Kultur. Schon im Mittelalter war der „Wein von Florenz“ weithin bekannt und wurde bis England und Russland verkauft.
Untrennbar verbunden mit der toskanischen Geschichte ist die Familie der Medici, die in höchstem Maße Kunst, Wissenschaft und Weinbau förderten. Ab Anfang des 16. Jahrhunderts wurde unter der Herrschaft der Medici die Toskana geeint und im Jahre 1569 von Papst Pius V. (1504-1572) zum Großherzogtum erhoben. Großherzog Cosimo III. (1642-1723) führte Anfang des 17. Jahrhunderts 150 Rebsorten ein, unter anderem Cabernet Sauvignon (Uva Francesca). Nach Aussterben der Medici trat Franz Stephan von Lothringen das Erbe an. Im Jahre 1860 wurde die Toskana durch Volksabstimmung mit dem Königreich
Sardinien vereinigt, mit dem es dann 1861 im neuen Königreich Italien aufging. Unter Cosimo III. wurden im Jahre 1716 auch die Grenzen für die Weinbaubereiche
Carmignano,
Chianti,
Pomino und Val d’Arno di Sopra festgelegt, diese zählen somit zu den ersten amtlich festgelegten Ursprungs-Bezeichnungen Europas. Im 19. Jahrhundert definierte Baron Bettino
Ricasoli (1809-1880) die strengen Regeln für die Herstellung eines Chianti. Zu dieser Zeit begann auch der rasante Aufstieg der Region zu einer Weinmacht.
Die Weinberge umfassen 62.501 Hektar Rebfläche. Das große Gebiet ist im Norden und Osten von den Apenninen begrenzt. Die Weingärten erstrecken sich von den Bergen bis zur Tyrrhenischen Küste. Zu zwei Dritteln liegen die Rebflächen an Berghängen zwischen 100 und 500 Meter Seehöhe. Die Weinlandschaft wechselt sich mit Olivenhainen und umfangreichen Wäldern ab. Insgesamt 14 wunderschöne Weinstraßen führen durch die Region. Heute gilt die Toskana als das Zentrum des italienischen Qualitäts-Weines. Der Anteil der DOC- und DOCG-Weine beträgt rund 45 Prozent. Hier ist auch das Phänomen der als
Super-Toskaner bezeichneten Weine entstanden, die oft die engen DOC-Grenzen in Frage stellen und manche davon sogar DOCG-Weine übertreffen. Dies waren zum Beispiel
Galestro,
Ornellaia und
Sassicaia. Die Toskana ist auch die Heimat des berühmten Heiligen Weines
Vin Santo. Ab den 1990er-Jahren entwickelte sich die
Maremma, eine Landschaft im südwestlichen Teil der Region, zu einem neuen rasch wachsenden Hoffnungs-Gebiet. Viele bekannte Weingüter investieren hier in neue Rebflächen wie zum Beispiel
Antinori,
Castello Banfi,
Castello di Querceto,
Frescobaldi und
Ricasoli. Die DOC/DOCG-Zonen:
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Ansonica Costa dell’Argentario
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Barco Reale di Carmignano
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Bianco della Valdinievole
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Bianco dell’Empolese
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Bianco di Pitigliano
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Bianco Pisano di San Torpè
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Bolgheri
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Brunello di Montalcino (DOCG)
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Candia dei Colli Apuani
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Capalbio
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Carmignano (DOCG)
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Chianti (DOCG)
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Chianti-Classico (DOCG)
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Colli dell’Etruria Centrale
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Colli di Luni
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Colline Lucchesi
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Cortona
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Elba
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Montecarlo
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Montecucco
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Monteregio di Massa Marittima
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Montescudaio
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Morellino di Scansano (DOCG)
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Moscadello di Montalcino
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Orcia
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Parrina
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Pomino
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Rosso di Montalcino
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Rosso di Montepulciano
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San Gimignano
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Sant’Antimo
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Sassicaia (Bolgheri Sassicaia)
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Sovana
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Val d’Arbia
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Valdichiana
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Val di Cornia
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Vernaccia di San Gimignano (DOCG)
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Vino Nobile di Montepulciano (DOCG)
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Vin Santo del Chianti
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Vin Santo del Chianti Classico
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Vin Santo di Montepulciano