Die Region mit der Hauptstadt Palermo ist mit 25.703 km² Landfläche die größte
Italiens und auch die größte Insel im Mittelmeer. Dazu zählen auch die südwestlich liegende Insel
Pantelleria und die nordöstlich gelegenen Liparischen Inseln. Die Griechen gründeten auf Sizilien ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. einige Kolonien und nannten sie zunächst nach der dreieckigen Form Trinacria. Später gaben sie ihr nach dem Siculi-Bergvolk den endgültigen Namen. Sie brachten ihre Weinbau-Techniken und Reben mit, unter anderem die
antiken Eugenia,
Grecanico und Murgentina. Diese wurden später nach Mittelitalien gebracht und dort angepflanzt. Die Murgentina gedieh als „Pompejanische Traube“ besonders gut auf dem vulkanischen Boden an den Vesuv-Hängen in
Pompeji und in der alten etruskischen Stadt Clusium (Chiusi in der Toskana). Die Städte Syrakus und Taormina (am Ätna) entwickelten sich rasch zu blühenden Weinhandels-Zentren. Dokumentarisch bezeugte Weinberge gibt es von der Siedlung Akragas (Agrigento) aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. Sizilien spielte in der Entwicklung des italienischen Weinbaus eine wichtige Rolle.
Im Zuge des zweiten Punischen Krieges wurde die Insel 212 v. Chr. eine römische Provinz, aber jahrhundertelang hauptsächlich als Kornkammer genutzt. Bei den von
Plinius dem Älteren (23-79) erwähnten
antiken Weinen scheinen zwei aus Sizilien auf. Der erste ist ein Mamertinum aus Messina, der angeblich von Julius Cäsar (100-44 v. Chr.) geschätzt wurde. Der zweite ist ein
Haluntium aus Syrakus, dessen Nachfolger der heutige DOC
Moscato di Siracusa sein könnte. Vom 7. bis zum 9. Jahrhundert geriet Sizilien unter osmanische Herrschaft. Diese duldeten zwar den Weinbau, es wurden aber vorwiegend
Rosinen produziert. Die Osmanen brachten die Kunst des Brennens mit. Dies wandten dann die katholischen Orden in großem Umfang an. Im Mittelalter war Korn das wichtigste landwirtschaftliche Produkt. Ab dem 14. Jahrhundert weiteten sich die Weingärten aus und sizilianische Weine wurden nach Oberitalien, Malta und Konstantinopel exportiert.
Die Weinberge umfassen 128.144 Hektar Rebfläche, damit ist Sizilien auch die mit Abstand größte italienische Weinbauregion. Die Weingärten liegen in bis zu 900 Meter Seehöhe. Das Klima ist von heißen, trockenen Sommern und wenig Niederschlag geprägt. Durch die
Hanglagen mit intensiver Sonneneinstrahlung und die große Temperaturschwankung zwischen Tag und Nacht sind sehr gute Voraussetzungen für den Weinbau gegeben. Die mageren Böden sind größtenteils vulkanischen Ursprungs. Rund 75% sind mit Weißweinsorten bestockt, die wichtigsten sind
Catarratto Bianco (40%), Grillo, Inzolia und Trebbiano. Die häufigsten Rotweinsorten sind
Nero d’Avola (Calabrese) und Nerello. Eine führende Stelle nimmt die Produktion von
Tafeltrauben ein. Das besondere Spezialität in der Antike waren Süßweine, daran hat sich bis heute nichts geändert. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erfand hier der Engländer John Woodhouse den
Marsala. Ein Gutteil der Produktion wird für die
Destillation oder einfache Verschnitte verwendet. Die DOC-Weine machen nur rund drei Prozent aus. Erst 2004 erfolgte die erste DOCG-Klassifikation.
Bekannte Produzenten sind Abazzia Santa Anastasia,
Alcesti, Marco de Bartoli, Cusumano,
Donnafugata,
Duca di Salaparuta (mit Markenwein Corvo), Feudo Principi di Butera,
Firriato,
Geraci,
Marchiopolo, Morgante, Settesoli,
Tasca d’Almerita,
Pellegrino und
Planeta.
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Alcamo
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Cerasuolo di Vittoria (DOCG)
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Contea di Sclafani
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Contessa Entellina
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Delia Nivolelli
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Eloro
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Etna
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Faro
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Malvasia delle Lipari
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Marsala
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Menfi
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Monreale
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Moscato di Noto
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Moscato di Pantelleria
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Moscato di Siracusa
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Passito di Pantelleria
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Riesi
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Salaparuta
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Sambuca di Sicilia
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Santa Margherita di Belice
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Sciacca
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Sicilia