Inhaber: Leone de Castris Family Verwalter: Mrs. Maria Violante Geschäftsfuehrer: Mr. Piernicola Leone de Castris Kellermeister: Mr. Marco Mascellani Önologe: Mr. Marco Mascellani, Consultant Mr. Riccardo Cotarella
Der weiße "Il Medaglione" und der Primitovo "Villa Larena" sind heuer ziemlich einfach ausgefallen. Ansonsten jedoch machen die vorgestellten Weine durchweg Freude. Vor allem die beiden Chardonnays überzeugen, aber auch der Rest des Sortiments ist überaus sorgfältig gemacht. Das macht neugierig auf die Spitzenweine des Jahrgangs.
Schon die einfacheren Weißweine und Rosés zeigen, wie sorgfältig man hier arbeitet. Nicht umsonst genießt Leone di Castris einen exzellenten Ruf in der Region. Beim Sauvignon blitzt schon Klasse auf, aber auch Verdeca und Chardonnay "Imago" machen sehr viel Freude. Der weiße Donna Lisa ist zweifellos ebenfalls sehr gut gemacht, aber das Holz schränkt ihn im Vergleich zum "Imago" doch etwas ein. Ein ausgezeichneter süßer Moscato rundet den insgesamt sehr guten Eindruck ab.
Aus 2005 wurden uns lediglich Rotweine vorgestellt, die allerdings durchweg überzeugen konnten. Schon die einfacheren Weine, ein geradliniger, süffiger "Il Medaglione" und ein etwas rustikaler Primitivo "Villa Larena" sind sehr gut, aber sowohl der Salice Salentino als auch der Primitivo di Manduria zeigen obendrein Charakter.
Das Hitzejahr war auch in dieser hohe Temperaturen gewohnten Gegend nicht einfach zu meistern. So fehlt es auch hier einigen Weinen an echter Tiefe und Substanz und vor allem der "Messere Andrea" litt sichtlich unter den Bedingungen. Der Holzeinsatz macht die Weine zusätzlich etwas spröde. Das gilt zwar auch für den Salice Salentino Riserva, aber der Wein verfügt dennoch über ausreichend Frucht um das Holz abzupuffern.
Apulien
Aleatico di Puglia, Rotwein, Dolce, Negrino®, Salento IGT, bis ca. 15.00 €
Der "Donna Lisa" kann ein großartiger Wein sein und er zeigt wie der "Illemos" auch dieses Jahr gute Anlagen. Leider nehmen die süßlich-röstigen, schokoladigen Röstaromen des neuen Holzes beiden Weinen einen großen Teil ihres ursprünglichen Charakters. Freilich sind die Weine immer noch sehr gut gemacht, aber wir würden uns in Zukunft doch wieder mehr Typizität und weniger oberflächlich-massentauglichen Holzgeschmack wünschen.
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