Die weiße Rebsorte zählt zu den ältesten Kulturreben. In Österreich und der Schweiz ist die Schreibweise Sylvaner (mit „y“), in Deutschland die offizielle Bezeichnung Grüner Silvaner (mit „i“). Wie bei den verwandten Sorten Savagnin Blanc (Traminer-Spielart) und Sauvignon Blanc wurde der Name „Silvaner oder Salviner“ mit dem lateinischen Wort „Silva“ (dt. „Waldung“) bzw. „saevum“ (wild) assoziiert und eine Herkunft aus Wildreben bzw. Waldreben abgeleitet. Während sich die französischen Namen vermutlich schlicht auf das Herzogtum Savoyen beziehen, ist der österreichische Name Silvaner vom historischen Sortenkomplex Zierfahndler/Szirifandl abgeleitet. Diese heterogene Sortengruppe aus weißen, roten und blauen Reben war prägend für das nieder...
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Früher gebräuchliches Synonym (auch Muskat-Silvaner, Muskatani Silvanec, Sylvaner Musque) für die weiße Rebsorte Sauvignon Blanc. Gemäß einer EU-Verordnung war die Bezeichnung Muskat-Sylvaner nach einer fünfjährigen Übergangsfrist innerhalb Österreichs nur mehr bis 16. November 2000 gestattet.
Dieser Wein wurde im März 1986 als einer der ersten profilierten Gebietsweine in Deutschland auf den Markt gebracht. Die gebräuchliche Abkürzung ist RS, wenn ausgeschrieben, ist dies nur ohne Bindestrich zulässig. Es handelt sich um einen gebietstypischen, klassisch-trockenen Silvaner von Weingütern des Anbaugebietes Rheinhessen. Der Rheinhessen Silvaner ist als Rebsortenwein konzipiert und durch Jahrgang, Klima, Lage und der Kunst des Winzers unterschiedlich geprägt. Er soll als „Renaissance des Silvaners“ Symbol für qualitativ hochwertige Weine aus dem größten Silvaner-Anbaugebiet der Welt sein. Durch seine belebende Fruchtsäure unterscheidet er sich vom breiten, erdigen Silvaner herkömmlicher Art. Den RS gibt es auch als sortenreinen, in der Flasche ...
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Früher gebräuchliches (auch Riesling-Sylvaner), aber auf Grund der inzwischen geklärten Vaterschaft (ist nicht der Sylvaner) falsches Synonym für die weiße Rebsorte Müller-Thurgau. Gemäß einer EU-Verordnung war die Bezeichnung Muskat-Sylvaner nach einer fünfjährigen Übergangsfrist innerhalb Österreichs nur mehr bis 16.11.2000 gestattet.
Die weiße Rebsorte ist eine lokale Spezialität im deutschen Anbaugebiet Franken. Sie wird nur mehr in kleinen Beständen auf insgesamt rund 20 Hektar kultiviert. Die vielschichtige Beerenfarbe spielt zwischen grau, rosa, rot bis violett, die Farbtiefe reicht aber nicht für das Keltern eines Rotweins. Von der Rebschule Steinmann in Sommerhausen, die auch in Deutschland als Erhaltungszüchter fungiert, wird sie als Ursprungstraube des Grünen Silvaners betrachtet; nach anderer Quelle ist sie eine Mutation davon. Die Sorte wurde aus dem Grünen Silvaner herausselektioniert und dann im Jahre 1984 als Ertragsrebsorte in Deutschland zugelassen. In Saale-Unstrut erfolgen Versuche mit einem weiteren Klon. Die mittel- bis spätreifende Rebe erbringt fruchtige Weißweine mit fei...
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