Die Wiener waren schon immer ein sehr lebensfrohes und sinnesfreudiges Volk und voll besetzte Heurigenlokale besonders in den schönen Monaten des Jahres beweisen, dass dies auch noch heute gültig ist. Im 15. Jahrhundert war es üblich, schon am Vormittag beträchtliche Mengen von Wein zu genießen. Dies galt auch für die Frauen und der sehr bekannte Wiener Arzt Heinrich von Neustadt beklagte, dass die Wienerinnen schon am frühen Morgen dem Trunk verfallen seien und es noch schlimmer als die Männer trieben. Auch den übrigen leiblichen Genüssen waren die Wiener sehr zugetan und einige Zeitgenossen beklagten die „Freßsucht und Völlerei“. Es gibt schriftliches Zeugnis über den Wein-Verbrauch im alten Wien. Bei 50.000 Einwohnern (Kinder abgerechnet) wurden angeblich pro...
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