Die rote Rebsorte stammt aus Frankreich. Der Name ist vom französischen Wort für Amsel (merle) abgeleitet, weil diese Vögel die Beeren sehr gerne naschen. Synonyme sind unter anderem Alicante Noir, Bégney, Bigney, Bordò, Crabutet, Médoc Noir, Merle Petite, Merlau, Merlaut, Merlo, Merlot Noir, Merlott, Odzalesi, Petit Merle, Plant Médoc, Saint Macaire, Seme de la Canau, Seme dou Flube, Sémillon Rouge und Vitraille. Es handelt sich um eine sehr alte Sorte, denn die erste Erwähnung unter dem Namen Crabutet Noir stammt angeblich bereits aus dem 14. Jahrhundert. Unter dem Namen Merlau oder Merlot wurde sie erstmals im Jahre 1784 im Bereich Libournais dokumentarisch erwähnt und zählte zu dieser Zeit zu den wichtigsten Bordeaux-Sorten. In der italienischen Region Venetien, Ital...
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Die weiße Rebsorte (auch Merlau Blanc, Merlaut Blanc) stammt aus Frankreich. Angeblich wurde sie im Jahre 1891 von einem Weingutsbesitzer namens Guinaudie von einer Jagd in Südwest-Frankreich mitgebracht. Er pflanzte sie in den Weinbergen seines Château de Geneau in Virsac. Aufgrund einer Ähnlichkeit mit dem Merlot wurde sie Merlot Blanc genannt. Durch 2009 erfolgte DNA-Analysen wurde schließlich eine Kreuzung zwischen Merlot x Folle Blanche festgestellt. Die Sorte war bis Mitte des 20. Jahrhunderts sehr beliebt; 1958 wurden noch über 5.000 Hektar Rebfläche ermittelt. Der Bestand schrumpfte auf unter 200 Hektar in den Bereichen Blaye, Côtes de Bourg, Entre-deux-Mers und Graves. Die früh reifende Rebe ist gut widerstandsfähig gegen beide Mehltau-Arten.
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