Zweitgrößte Region und auch zweitgrößter Weinproduzent
Portugals. Sie liegt im Zentrum zwischen den beiden Regionen
Estremadura im Westen und
Alentejo im Osten. Die Weinberge befinden sich zum Großteil in der Überflutungs-Ebene des Flusses Tejo und werden im Winter von diesem künstlich bewässert. Die besseren Lagen liegen im Hinterland. Hier wird auch sehr viel Gemüse, Obst und Reis angebaut. Früher war dies ein reines Massenwein-Gebiet, aber seit der im Jahre 2000 erfolgten DOC-Klassifikation gibt es einen qualitativen Aufschwung. Innerhalb des Bereiches liegen die (vorher als IPR klassifizierten) sechs Sub-Bereiche Almeirim,
Cartaxo (ein Teil davon auch in der Estremadura), Chamusca, Coruche, Santarém und Tomar. Die gesamte Region ist unter der Bezeichnung
Tejo (früher Ribatejana) auch als Vinho Regional für Landweine klassifiziert.
Es überwiegen die einheimischen Rebsorten Arinto, Camarate (Castelão Nacional), Esgana Cão, Fernão Pires, Jampal, Malvasia Fina (Assario), Malvasia Rei (Palomino), Periquita (Castelão Frances), Rabo de Ovelha, Talia (Ugni Blanc), Tamarez, Tinta Avarela (Trincadeira), Tinta Miúda, Touriga Nacional, Trincadeira das Pratas und Vital. Ribatejo zählt aber zu den portugiesischen Gebieten, wo auch internationale Sorten wie Cabernet Sauvignon, Carignan, Chardonnay, Merlot, Pinot Noir, Sauvignon Blanc und Syrah in größerem Umfang angebaut werden. Produzenten sind
Bright Brothers (Fiuza & Bright), Falua, Quinta da Alorna, Quinta da Lagoalva, Quinta do Casal Branco und Terra de Lobos.