Das wohl berühmteste Weinbaugebiet
Kaliforniens (Region North Coast). Der Name Napa stammt von den Ureinwohnern und bedeutet vermutlich Haus. Es handelt sich dabei um den weitaus größten Teil des politischen Bezirkes
Napa County, wird aber auch oft als Synonym für diesen verwendet. Man sagt zumeist Napa Valley und meint aber nicht so selten Napa County. Dazu trägt auch bei, dass die AVA-Bezeichnung Napa Valley alternativ für Weine des gesamten Napa County verwendet werden darf. Die anderen AVA-Bereiche des Napa County sind außer dem zweitgrößten Bereich Los Carneros mehr oder weniger nur kleine Enklaven innerhalb des großen Gebietes mit 18.000 Hektar Rebfläche. Die 16 AVA-Bereiche sind Atlas Peak, Chiles Valley, Diamond Mountain, Howell Mountain,
Los Carneros, Mount Veeder, Napa Valley, Oak Knoll District, Oakville, Rutherford, St. Helena, Spring Mountain District, Stags Leap District, Wild Horse Valley und Yountville.
Die Rebflächen des Napa Valley liegen großteils im Talgrund, die umliegenden Berghänge wurden erst ab Ende der 1980er-Jahre zunehmend für den Weinbau genutzt. Und das Gebiet wurde erst um ein gutes Jahrzehnt später als das westlich liegende
Sonoma County mit Reben bestockt. Den Beginn machte George Yount, der im nach im benannten Bereich Yountville einen kleinen Weinberg anlegte. In den 1960er-Jahren ging vor allem vom Napa Valley die Revolution und Erneuerung des kalifornischen bzw. amerikanischen Weinbaus aus. Das Napa Valley erstreckt sich in einer Länge von rund 50 Kilometern von der San Pablo Bay im Süden bis zum Berg St. Helena im Norden. Im Westen ist es von den Mayacamas Mountains und im Osten von der Coast Range begrenzt. Das Tal wird von Napa River durchflossen. Die namensgebende Stadt
Napa liegt im Süden des County.
Bei der Zufahrt zum Tal steht ein großes Schild mit dem Text
„Welcome to this world famous wine growing region“, sowie dem Zitat des Schriftstellers Robert Louis Stevenson (1850-1894)
„wine is bottled poetry“ (Wein ist Poesie in Flaschen). Auf der relativ kurzen Tallänge finden sich über 30 verschiedene
Bodentypen. Im Süden herrscht hauptsächlich fruchtbarer Lehm und Ton, im Norden jedoch kieshaltiger Lehm mit geringerer Fruchtbarkeit vor. Im Napa Valley ist der
Terroir-Gedanke am stärksten ausgeprägt, der sonst in der kalifornischen bzw. amerikanischen Weinbau-Philosophie keine große Rolle spielt. Die verschiedenartigen Klimabedingungen spiegeln sich auch in der Zuordnung zu drei der insgesamt fünf kalifornischen Klima-Regionen wider. Im Süden ist dies Klima-Region I mit dem kühlsten Bereich Los Carneros, in der Talmitte die Klima-Region II mit Oakville und Yountville, sowie im Norden als wärmster Bereich die Klima-Region III mit St. Helena.
Zwei Dritteln sind Rotweinsorten, die häufigsten Cabernet Sauvignon (7.000 ha), Merlot (3.000 ha), Pinot Noir (2.700 ha) und Zinfandel (1.000 ha). Die häufigsten Weißweinsorten sind Chardonnay (3.000 ha), Chenin Blanc und Sauvignon Blanc. Zu den bekanntesten der über 300 Produzenten im Napa Valley zählen
Abreu,
Araujo,
Beaulieu Vineyard,
Beringer,
Chateau Montelena,
Clos Du Val Winery,
Dominus Estate,
Freemark Abbey Winery,
Grgich Hills,
Heitz,
Inglenook Winery (vormals Rubicon Estate Winery),
Charles Krug Winery,
Louis M. Martini,
Mayacamas Vineyards,
Mondavi,
Opus One,
Joseph Phelps,
Pine Ridge,
Screaming Eagle,
Spring Mountain Vineyard,
Stag’s Leap Wine Cellars und
Sutter Home.