Die „Kooperatiewe Wijnbowers Vereniging van Zuid Afrika“ wurde im Jahre 1918 als zentrale Winzergenossenschaft in Südafrika gegründet, 95% der Weinbauern schlossen sich an. Anlass der Gründung war eine große Krise im südafrikanischen Weinbau, die durch Überschuss-Produktion und die Konkurse vieler Winzer geprägt war. Lange Zeit war der berühmte Professor Abraham Isak Perold (1880-1941) für die KWV als Weinbau-Experte tätig. Bis zum Jahre 1992 war die Teilnahme nur für weiße Mitglieder möglich. Es wurden Produktion-Beschränkungen und jährliche Mindestpreise für Brennweine festgelegt. Im Jahre 1940 übertrug die Regierung der KWV die gesamte Kontrolle des Weinsektors, damit wurden die Agenden umfangreich erweitert. Dies umfasste die Festlegung zulässiger Erträge, Bestockung, Pflanzenrechte und Weinbereitung, die Erlaubnis für das Anlegen neuer Weingärten, die kostenlose Verwertung von Überschüssen sowie (auch für die KWV-Nichtmitglieder bindend) den gesamten Handel bzw. Export mit Wein und Weinbränden. Die Aufgaben waren Forschung, Reben-Vermehrung, Beratung, Fachausbildung, Vermarktungs-Kampagnen sowie die Verwaltung des Appellations-Systems „Wine of Origin“.
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