Dänemark hat zwar im Weinbau keine Bedeutung, aber man hat dort schon immer gerne Wein konsumiert. Einer der prominentesten Weinliebhaber war König Christian IV. (1577-1648). Für seine zahlreichen Feste ließ er fassweise Riesling aus dem deutschen Anbaugebiet
Mittelrhein importieren. Seit August 2000 ist Dänemark als Weinanbaugebiet von der Europäischen Union anerkannt. Dadurch kann dänischer Wein zu kommerziellen Zwecken verkauft werden. Die von der EU genehmigte Höchstanbaufläche beträgt 99 Hektar, die tatsächlich genutzten Rebflächen betrugen im Jahre 2007 aber nur 24 Hektar. Zugelassen sind die Weißweinsorten Bacchus, Chardonnay, Ehrenbreitsteiner, Eszter, Goldriesling, Huxelrebe, Kerner, Kernling, Merzling, Optima, Ortega, Phoenix, Pinot Auxerrois, Pinot Blanc, Précose de Malingre, Reflex, Reform, Regner, Siegerrebe und Solaris, sowie die Rotweinsorten Blaue Donau, Castel, Don Muskat (Muskat Donskoi), Dunkelfelder, Léon Millot, Maréchal Foch, Nero, Pinot Meunier, Pinot Noir und Rondo.
Der erste Weinproduzent war das Weingut Skærsøgaard Vin (Winzer Sven Moesgaard) in der Nähe von Kolding in Südost-Jütland nahe der Küste (Kleiner Belt). Hier wird Rotwein, Weißwein und Schaumwein produziert. Weitere Produzenten sind Dansk Vincenter, Frederiksborg Vin, Vinperlen, Domain Aalsgaard (alle auf der Insel Seeland) und Lille Gadegaard (Insel Bornholm). Insgesamt gibt es es 23 Winzer. Der Jahrgang 2006 war mit 42.000 Liter produziertem Wein der bisherige Rekordjahrgang. Die Produkte durften anfangs nur als „Tischwein“ vermarktet werden. Im Jahre 2007 wurde von der EU erlaubt, am Etikett erstmals Region, Jahrgang und Traubensorte anzuführen. Der bedeutendste alkoholische Beitrag Dänemarks ist jedoch der aus Kartoffeln oder Getreide gebrannte
Aquavit mit der geschützten Herkunftsbezeichnung „Danske“. Möglicherweise gewinnt in Zukunft der dänische Weinbau durch den
Klimawandel mehr an Bedeutung.