Das Weingut liegt nächst der Stadt Zahlé im Norden der Bekaa-Ebene im Libanon. An dieser Stelle hatte es schon seit Jahrhunderten ein Weingut gegeben. Der Ursprung des Weinkellers geht auf eine Grotte zurück, die schon die Römer verwendet hatten. Das Anwesen wurde im Jahre 1857 vom Jesuiten-Orden erworben und nach der nahe gelegenen ehemaligen Kreuzritterfestung Ksara benannt. Im Ersten Weltkrieg wurde das Kellergewölbe zu einem zwei Kilometer langen Tunnelsystem ausgebaut. Heute lagern hier bis in das Jahr 1918 zurückreichende Jahrgänge. Im Jahre 1973 wurde das Weingut nach einer Entscheidung des Vatikans als Aktiengesellschaft privatisiert, die Weinberge werden aber immer noch von Jesuiten des landwirtschaftlichen Gutes Tanail bewirtschaftet. Die Weingärten mit den Rebanlagen Ksara Estate, Mansoura, Tanail und Kanafar umfassen 300 Hektar, ein Teil davon ist durch langfristige Pachtverträge gesichert. Die große Sortenpalette umfasst Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Carignan, Chardonnay, Cinsaut, Clairette, Gamay, Grenache Noir, Merlot, Moscatel, Mourvèdre, Petit Verdot, Sauvignon Blanc, Sémillon, Syrah, Tempranillo und Ugni Blanc (Trebbiano).
Die Kellerei wurde im Jahre 1991 komplett erneuert und mit modernsten Anlagen ausgestattet. Kellermeister ist der Franzose James Palgé, der zuvor beim Margaux-Weingut Château Prieuré-Lichine tätig gewesen war. Das Spitzenprodukt ist die Rotwein-Cuvée im Bordeaux-Stil „Château Ksara“ aus Cabernet Sauvignon, Merlot und Petit Verdot, die 18 Monate in französischen Barriques reift. Weitere Premiumweine sind „Cuvée 3eme Millenaire” (Cabernet Sauvignon, Petit Verdot), „Blanc de l’Observatoire“ (Sauvignon Blanc, Muscat, Clairette) und „Blanc de Blancs“ (Sémillon, Chardonnay). Es werden auch Destillate wie der Arrak „Ksarak“ (wird in Frankreich unter „Saibada“ von Pernod Ricard vertrieben), ein Weinbrand und ein Walnuss-Likör erzeugt. Jährlich werden 1,8 Millionen Flaschen Wein produziert, davon werden rund 40% großteils nach Frankreich exportiert.
Der Jahrgang 2010
Leider wurden seit einigen Jahren keine Weine mehr zur Verkostung eingereicht, so dass wir uns kein aussagekräftiges Bild von der derzeitigen Leistungsfähigkeit dieses Betriebes machen können. Daher müssen wir die Klassifikation bis auf weiteres aussetzen.
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