Einzige Grand-Cru-Lage bzw. Appellation in der Gemeinde
Vougeot im burgundischen Bereich
Côte d’Or. Der berühmte Weinberg wurde im 14. Jahrhundert von
Zisterziensermönchen angelegt. Im Jahre 1330 wurde er mit einer hohen, kilometerlangen Mauer umfriedet, die noch heute besteht. Die Mönche benutzten den Weinberg sozusagen als „Versuchsweingarten“, wobei die unterschiedlichen, sich in kurzen Abständen ändernden
Bodentypen dem sehr entgegenkamen. Sie sollen sogar „den Boden gekostet“ haben, um die Beschaffenheit bzw. das
Terroir zu bestimmen. Sie erprobten sozusagen mit wissenschaftlichen Methoden, welche Rebsorten sich auf welchen Böden optimal zum Anbau eignen, sowie den besten
Rebschnitt und die
Düngung. Im oberen Bereich, wo auch das Château de Vougeot steht (das ehemalige Zisterziensergut), sind die durchlässigen, mageren Böden reich an Kalk- und Kiesgestein. Im unteren Bereich entlang der Straße überwiegen die weniger geschätzten Schwemmlandböden aus Lehm und Ton.
Clos de Vougeot ist mit über 50 Hektar die größte Grand-Cru-Lage an der Côte d’Or. Die Rebflächen teilen sich 85 Winzer mit oft Kleinstanteilen. Der extrem langlebige Rotwein wird hauptsächlich aus Pinot Noir gekeltert. Zugelassen sind aber auch Pinot Liébault und Pinot Beurot, theoretisch könnten auch noch bis 15% Chardonnay, Pinot Blanc und Pinot Gris verwendet werden. Auf Grund der vielen Produzenten mit unterschiedlichen Weinbereitungsmethoden ist die Qualität der Rotweine unterschiedlich, jedoch zeichnet viele davon ein Extraktreichtum aus, der sich erst nach frühestens zehn Jahren voll entfaltet. Neben Clos du Vougeot scheint auf den Etiketten auch Clos-Vougeot auf. Bekannte Produzenten sind Arnoux,
Bichot (Domaine du Clos Frantin), Confuron-Contetidot,
Drouhin Joseph, Drouhin-Laroze, Engel, Faiveley, Grivot, Michel Gros,
Jadot, Lamarche,
Domaine Leroy, Méo-Camuzet, Georges Mugneret, Prieuré-Roch und Tardi.