| Datum: 2006-02-27 11:04:12 |
| Absender: Karl Bajano |
Betreff: AW: Cornelissen (Mister Lava-Lava) |
| Servus Jan, nein, Nachgärung ist dann der falsche Ausdruck. Wenn er auch gerne gebraucht wird. Richtig wäre: verschleppter biologischer Säureabbau. Daher kommen die Sauerkrautnoten, die auf einen nicht passenden PH-Wert hinweisen können, genauso gut aber auch auf einen anderen Bakterienstamm als Oenococcus Oeni, oder beides. Auch hier wird immer CO2 erzeugt, das aber sehr oft feiner (unmerklicher) auftritt, als bei einer Nachgärung. Aber auch bis hin zum sehr vernehmlichen "Ploppp". Andere bakteriologische Probleme, die bei etwas blauäugigen Quer- und ebensolchen "Fach"einsteigern auftreten können, müsste man im Einzelfall analysieren. Ich würde aber auch gerne wissen, wie du zu der Aussage kommst, dass Nachgärungen bei ungeschwefelten Weinen "nicht unüblich" wären? Wo es nichts mehr zu vergären gibt, da nützen doch die besten Bedingungen nichts. Und weiters: warum ist "schlechte Lagerfähigkeit logisch"? Und überhaup t mit solchen scheinbaren Schwankungen, die ich allerdings auf etwas Anderes zurückführe. Ich bin nun wirklich kein großer Anhänger von völlig er Schwefelabsenz, aber das würde ich gerne näher besprechen, in Ruhe natürlich. LG Koal > -----Ursprüngliche Nachricht----- > Von: unmodweinforum_owner@apris.de > [mailto:unmodweinforum_owner@apris.de]Im Auftrag von gelderblom > Gesendet: Montag, 27. Februar 2006 10:36 > An: weinforum@Wein-Plus.de > Betreff: [unmodweinforum] Cornelissen (Mister Lava-Lava) > > > Hallo Wolfgang, > bei alkoholischer Nachgärung (wenn Restzucker vergoren wird) habe ich > auch immer CO2 gespürt. > Wenn jedoch trockene ungeschwefelte Weine instabil werden (ich weiß > nicht ob nachgären hier der richtige Begriff ist) tritt m.E. nich > notwendig CO2 auf. Typisch sind hier sauerkrautige Noten wie von Dieter > beschrieben. Hast Du die eigentlich auch geschmeckt? Das wäre ein klares > Indiz. > > Gruß Jan > > Hallo Jan, > > > > natürlich könnte sich der Wein verändert haben. Allerdings > besitzen alle > > Flaschen, die ich bisher verkostet hatte, in diesem Punkt grundsätzli ch > > das gleiche Problem. Auch die Notizen von anderen Weintrinkern sind in > > der Beschreibung sehr ähnlich - auch wenn die Wertung anders sein mag. > > > > Kein Cornelissen-Wein zeigte bei mir bisher eine schmeckbare CO2, ein > > (nicht das einzige!) Indiz für Nachgärung. Ich bin fast sicher, > dass die > > Probleme des Weines (flüchtige Säure, beim Conradino ein deutlicher > > Essigstich, ansonsten vom BSA stammende Aromen) mit dem Ausbau > > zusammenhängen - allerdings bei ungeschwefelten Weinen nicht > > zwangsläufig sind. > > > > Den Contadino hätte ich übrigens dem Händler, bei dem ich ihn erworben > > hätte, zurückgebracht. AUf dem Etikett steht nicht, dass es sich um > > Essig handelt. > > > > Herzlich > > Wolfgang Faßbender > > http.//wolfisweinworte.blogg.de > > > > > > -----Original Message----- > > > >> Date: Sun, 26 Feb 2006 20:10:12 +0100 > >> Subject: [weinforum] Cornelissen (Mister Lava-Lava) > >> From: gelderblom > >> To: weinforum@wein-plus.de > >> > > > > > >> Hallo Dieter, > >> die von Dir beschriebenen Noten (insbesondere Sauerkraut und saure > >> Gurke) lassen darauf schließen, daß Deine Flaschen fehlerhaft waren. > >> Ich denke, eine Nachgärung ist hier wahrscheinlich und ist bei > >> ungeschwefelten Weinen auch nicht unüblich. Über 14 °C können die > >> Hefen schnell wieder aktiv werden und dann ist der Wein hinüber. > >> Ich kenne die beschriebenen Weine (noch) nicht, hoffe aber daß Stefan > >> Höpfner mal eine Flasche spendiert, bevor sein Kauf auch über den > >> Jordan ist. > >> In sofern glaube ich auch, daß sowohl die negativen wie die positiven > >> Beschreibungen hier im Forum durchaus stichhaltig und nicht > >> widersprüchlch sind. Auf die schlechte Lagerfähigkeit (die bei > >> ungeschwefelten Weinen logisch ist) sollte allerdings der Winzer bzw. > >> der Händler hinweisen. > >> > >> Gruß Jan > >> -- |
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