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Datum: 2005-11-02 12:23:14
Absender: Bernd Beckschwarte

Betreff: Re: 1959er Geisenheimer Maeuerchen Riesling


Werner Elflein wrote:

>1959er Geisenheimer Mäuerchen
>Riesling Spätlese
>Theo Soherr - Rebhof, Geisenheim
>Rheingau
>
>Bernsteingelb mit grüngoldenem Kern und aufhellenden Reflexen. Komplexe
>Nase mit inzwischen deutlicher, aber keineswegs unangenehmer Firne.
>Beginnende Madeirisierung. Am Gaumen zunächst leicht bitter, jedoch nach
>Belüftung harmonischer und auch zugänglicher: Die verbleibende,
>altersgerechte Bitternis wird nun flankiert von einer vielschichtigen
>mineralischen Komponente und einer reifen, nahezu perfekt integrierten
>Säure. Gute Länge, bitteres Finale. Jetzt austrinken!
>
>Zweifelsohne hat diese Spätlese ihre besten Tage längst gesehen. Aber
>trotz ihres Alters von über 45 Jahren ist sie noch nicht tot. Ein
>interessantes Beispiel für die Lagerfähigkeit naturreiner Rieslinge.
>
>Das Weingut Theo Soherr - Rebhof gehörte dem VDNV, dem Vorläufer des
>VDP, an. Weiß jemand, was aus diesem Betrieb geworden ist?


(... nee, weiß ich leider nicht. ) Bist du nun auch unter die Altwein-Möger gegangen? Da bleiben ja nicht soo seehr viele Jahrgänge, wenn man abseits des BDX mal auf Altes lostreckt. Oder? 59, 61, 70, 75... Andere Tips?

Man staunt aber gelegentlich, wenn man bei eBay schaut, was da noch so alles bei Omi und Opi in den Kellern aufzufinden war. Ich z.B. habe einen 75er Forster Ungeheuer als ältesten deutschen Wein. (Auch ein Opa-Fund.) Das Game funktioniert m.W. mit deutschen Weinen nur bei Superjahren, und bei Edelsüßen. Oder? Ich habe etliche weit ältere Bordeaux, der älteste ist mehr als doppelt so alt wie das Mäuerchen..

Und, Werner, bewußt keine Points erteilt?
;-)

Freundlichen Gruß

Bernd Beckschwarte

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