Das Weingut liegt in der Gemeinde Bernkastel-Graach (Bereich Bernkastel) im deutschen Anbaugebiet Mosel. Es ist in Besitz von Willi & Christoph Schaefer. Die Weinberge umfassen drei Hektar Rebfläche in den Einzellagen Domprobst und Himmelreich (Graach), sowie Sonnenuhr (Wehlen), die ausschließlich mit der Sorte Riesling bestockt sind. Ein großer Teil der Weine wird mit Naturhefen in klassischen 1000-Liter-Fudern vergoren und ausgebaut. Das Weingut ist Mitglied beim VDP (Verband deutscher Prädikatsweingüter).
2007 ist hier ein Jahrgang mit klaren, feinfruchtigen und eleganten Weinen, die zumeist noch ein wenig Flaschenreife benötigen. Vor allem die Versteigerungs-Versionen zeigen sich recht verschlossen und werden wohl erst in einiger Zeit offenbaren, was in ihnen steckt. Auch wenn Komplexität und Tiefe selten auf dem Niveau des überragenden Vorjahres liegen, machen die Weine sehr viel Freude.
Die Formkurve dieses Weingutes zeigt weiter steil nach oben und es ist schon bemerkenswert, welch atemberaubende Leistung Vater und Sohn Schaefer in einem schwierigen Jahrgang wie 2006 hingelegt haben. Die Weine sind nahezu ausnahmslos straff und mineralisch, in den besten Fällen auch von großer Nachhaltigkeit und sehr komplex am Gaumen und sollten sich bestens entwickeln. Besonders begeistern uns dabei die beiden Versteigerungsweine und die Beerenauslesen. Ein vierter Stern ist für den Betrieb in dieser Form obligatorisch. Herzlichen Glückwunsch!
Nach dem schwierigen Vorjahr finden die Weine 2005 wieder zu alter Form. Besonders die Auslesen sind durch die Bank exzellent. Sie besitzen bei aller Filigranität Tiefe und Substanz. In einigen Fällen trauen wir den Weinen eine weitere Steigerung mit der Flaschenreife zu. Unsicher sind wir uns nur noch bei der Beerenauslese, die im Moment noch merklich unter den präsenten Gerbstoffen leidet. Dennoch kratzt der Jahrgang am vierten Stern, den wir für ein weiteres Jahr in dieser Form mit Freuden in Aussicht stellen.
Ein wenig durchgebeutelt wurden Willi und Christoph Schaefer von diesem Jahrgang. Was die Weine vielleicht heuer nicht so ganz an Tiefe oder Ausdruck haben mögen, gleichen sie mit Eleganz, Lebendigkeit und animierender Art aus. Wenn es sich auch nicht in Punkten ausdrücken lässt, so produziert dieses Weingut mit die schönsten Weine der Region, die auf hohem Niveau Laune machen.
Willi und Christoph Schaefer kamen mit dem Jahrgang sichtlich gut zurecht, wenn auch die beiden Spätlesen aus dem Domprobst nicht ganz die hier übliche Klasse aufweisen. Dafür ist die Goldkapsel-Auslese um so besser und auch die Kabinette lassen mit ihrer für den Jahrgang erstaunlichen Feingliedrigkeit keine Wünsche offen. Überhaupt besitzen die meisten Weine eine äußerst animierende Rasse. Kompliment.
Die 2001er Rieslinge von Willi Schaefer sind Klassiker, wie sie im Buche stehen. Sie überzeugen durchweg mit klarer Frucht, fester Struktur und knackiger Säure. In Sachen Tiefe und Ausdruck wurden hier seit 1997 keine vergleichbaren Weine mehr erzeugt. Dabei zeigen sich die Auslesen noch sehr verschlossen und werden mit der Reife mit Sicherheit noch einmal spürbar zulegen.
Auch in 2000 gefallen Willi Schaefers Weine mit ihrer eleganten Art und klarer Frucht, wenn auch nicht alle Weine das hier übliche Niveau erreichen. Die edelsüßen Rieslinge sind stark botrytisgeprägt, verfügen jedoch zusätzlich über Frucht und Rasse. Am besten gefällt mir dieses Jahr die knackige Versteigerungs-Spätlese.
So einfach Willi Schaefers Produktionsphilosophie, so beeindruckend sind hier meist die Weine. Auch die 99er Kollektion ist gut gelungen, sofern die geringe Auswahl an Proben dieses Urteil erlaubt. Dabei wirken die Weine verschlossener als in den vergangenen Jahren und könnten mit etwas Reife sogar noch ein wenig zulegen. Lediglich der trockene Gutswein präsentiert sich hier recht deutlich unter dem gewohnten Standard.
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