Inhaber: Stefan und Georg Rumpf Kellermeister: Stefan und Georg Rumpf
Bewirtschaftete Anbaufläche: 20.00 ha
Inhaber Stefan Rumpf
Besucherinformation:
Öffnungszeiten: Mo. - Sa.: 9.00 - 18.00 Uhr und während der Öffnungszeiten des Weinrestaurants: Di. - So.: ab 17.00 Uhr,
Sonn- und Feiertags ab 16.00 Uhr.
Montags Ruhetag!
Das Weingut liegt in der Gemeinde Münster-Sarmsheim im deutschen Anbaugebiet Nahe. Es wurde bereits im Jahre 1790 gegründet. Die Familie lebt seit 1830 in dem Gutsgebäude. Nach dem Studium der Agrarwissenschaften, Praktika auf kalifornischen Weingütern und Forschungsarbeit an der Forschungsanstalt Geisenheim übernahm Stefan Rumpf das Weingut 1984 von seinen Eltern. Bis dahin wurden die Weine teilweise an sehr renommierte andere Weingüter, jedoch noch fast ausschließlich im Fass vermarktet. Stefan Rumpf stellte auf Flaschenweinverkauf und Selbstvermarktung um. Der anfängliche Gutsausschank wird seit dem Jahre 1994 von seiner Frau Cornelia als Landgasthaus betrieben. Es wird naturnaher Weinbau praktiziert. Besonderes Augenmerk wird auf in mehreren Gängen mittels Handlese geerntete Trauben mit optimaler Reife gelegt.
Die Weinberge umfassen 20 Hektar Rebfläche mit bis zu 40 Jahre alten Rebstöcken in den Lagen Dautenpflänzer, Kapellenberg, Pittersberg und Rheinberg (Münster), sowie Burgberg und Goldloch (Dorsheim). Sie sind zu 70% mit Riesling (15 ha), sowie Weißburgunder, Silvaner, Müller-Thurgau, Grauburgunder, Chardonnay, Scheurebe, Gewürztraminer, Dornfelder, Frühburgunder und Spätburgunder bestockt. Es wird auch Perlwein und flaschenvergorener Sekt erzeugt. Weiteren Besitz gibt es in der Gemeinde Bingen-Büdesheim im Anbaugebiet Rheinhessen, wo im berühmten Scharlachberg Riesling angebaut wird. Das Weingut ist seit 1992 Mitglied im VDP (Verband deutscher Prädikatsweingüter).
2009 wurde uns nicht nur die umfangreichste Kolektion vcorgestellt, seit wir Weine von Kruger-Rumpf probieren, es ist auch zweifellos die beste. Schon die weit kleineren Probensortimente der letzten beiden Jahrgänge deuteten Aufstiegsambitionen an, die sich heuer eindrucksvoll bestätigen. Glückwunsch!
Nach einem Jahr Pause meldet sich das Weingut Kruger-Rumpf wieder zurück im Wein-Plus Weinführer Deutschland. Zwar sind die Burgunder bis auf den Weißburgunder S nicht so berauschend ausgefallen und die Scheurebe kann nicht angezeigt werden, doch sind die Rieslinge durchweg sehr gut und drei von ihnen gar ausgezeichnet. Besonders gut hat und die äußerst animierende, mineralische Auslese vom Dautenpflänzer gefallen. Willkommen zurück bei den klassifizierten Erzeugern!
Irgendwie ist noch ein wenig der Wurm drin, anders können wir uns die Schwankungen im Sortiment nicht recht vorstellen. Sicherlicherlich weit weniger als im Vorjahr, aber doch noch auffallend. Auf der anderen Seite steht wiederum eine Phalanx sehr guter und durch die Bank empfehlenswerter Weine. Wenn wir heuer auch die Großen Gewächse zur Verkostung ein wenig vermisst haben, möchten wir trotzdem feststellen, dass eine Qualitätssteigerung sehr wohl stattgefunden hat. Wir sind optimistisch, was die Zukunft anlangt.
Das Sortiment ist in 2003 recht uneinheitlich ausgefallen. Eine geringe Dichte, viel Kohlensäure und auch Bittertöne machen manchem Wein zu schaffen. Für Diskussionsstoff wird der mächtige Frühburgunder sorgen: für Manche vermutlich schon zu kräftig, wird er für Andere der Prototyp eines erstklassigen roten 2003er Burgunders sein. Konzentration und Struktur für eine gute Entwicklung bringt er allemal mit.
Das Sortiment schwankt hier immer wieder, aber zumindest die restsüßen Weine sind auch in 2002 erstklassig. Bei den trockenen Weinen fehlt, so scheint es, manchmal ein wenig die Konsequenz. Die großen Gewächse sind sicher sehr gut, aber dennoch wird man den Eindruck nicht los, dass hier noch mehr möglich wäre. Eine positive Überraschung ist dagegen der gut strukturierte Spätburgunder, der zusammen mit den süßen Rieslingen den Ausschlag für den Aufstieg gibt.
Die besten Weine eines insgesamt zuverlässigen Sortiments sind der rassiger Kapellenberg Riesling Kabinett und die fest strukturierte Riesling Selektion, der ich eine weitere Steigerung mit etwas Flaschenreife noch zutraue. Auch der trockene Riesling Kabinett ist sehr ansprechend und dabei dem nur unwesentlich günstigeren Classic um Längen voraus.
Stefan Rumpf muss mit diesem Jahrgang einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Viele Weine sind doch recht brav und einfach gestrickt, zum Teil auch mit untypischen Altersnoten belastet. Nur selten kommt der elegante, geradlinige Stil des Hauses wirklich zum Tragen. Die schönsten Weine des Jahrgangs sind die einfachen Chardonnay und Weißburgunder Qualitätsweine sowie der exzellente Riesling Kabinett aus dem Kapellenberg.
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