Das Weingut liegt in der Gemeinde Brauneberg (Bereich Bernkastel) im deutschen Anbaugebiet Mosel. Die Familie betreibt bereits seit dem Jahre 1475 Weinbau. Heute wird das Gut von Gerti und Josef Kranz geleitet. Ein Gästehaus ist angeschlossen. Die Weinberge umfassen 5,5 Hektar Rebfläche in den Einzellagen Juffer, Juffer Sonnenuhr und Klostergarten. Sie sind mit den Weißweinsorten Riesling, Müller-Thurgau, Weißburgunder und Chardonnay, sowie mit den Rotweinsorten Spätburgunder und Dornfelder bestockt. Nach einer schonenden Traubenverarbeitung und gezügelten Gärung werden die Weine im Eichenholzfass ausgebaut. Alle Weine sind Gutsabfüllungen des Hauses. In geeigneten Jahren werden auch edelsüße Trockenbeerenauslesen und Eisweine gekeltert. Es werden auch flaschenvergorene Sekte und Edelbrände (Trester, Trauben, Obst) produziert.
Der Jahrgang 2009
Josef Kranz ist 2009 eine geschlossene Serie gelungen, wie wir sie so und in dieser Qualität hier bislang noch nicht probieren durften. Von den preiswerten Basisweinen bis zur Auslese können wir heuer jeden Wein vorbehaltlos empfehlen. So hat der Jahrgang fast schon 3-Stern-Niveau, weshalb wir dem Weingut zumindest den zweiten nicht länger vorenthalten wollen. So kann es gerne weiter gehen!
Die Basisweine und Kabinette sind heuer zumeist eher einfach geraten, was vor allem am fast allgegenwärtigen Gerbstoff liegt, der die Weine bisweilen etwas stumpf und rau wirken lässt. Die Spätlesen wirken dadurch zwar auch ein wenig eingeschränkt, können dem Gerbstoff aber mehr Substanz entgegensetzen. Deutlich über dem Rest des vorgestellten Sortiments steht die recht fest gewirkte Auslese.
Schade, aber nach dem Aufbäumen im Vorjahr reicht die 2007er Kollektion doch nur wieder für einen Stern aus. Sie ist zwar einigermaßen homogen, insgesamt aber nicht gut genug für eine Wiederaufstufung. Nicht nur die Basisweine sind teils etwas einfach und vordergründig. Eine Ausnahme macht allerdings die ausgezeichnete feinherbe Spätlese aus der Juffer-Sonnenuhr. Mehr davon!
Die 2006er sind deutlich besser ausgefallen als die Weine der beiden Vorjahre. Sie sind dabei nicht immer unendlich tief und komplex, aber sauber gemacht und
süffig. Das beste Beipiele hierfür ist die Juffer Auslese. Folgen weitere Kollektionen wie diese, geben wir den zweiten Stern mit Freude wieder zurück!
Leider ist auch 2005 beim Weingut Kranz-Junk dürftig ausgefallen. Die Hälfte der eingereichten Proben kann nicht angezeigt werden. Allein die halbtrockene Spätlese macht hier richtig Spaß. Den zweiten Stern müssen wir aber wieder einziehen. Wir hoffen auf das nächste Jahr!
Die Weine des Jahrgangs 2004 wurden sehr spät angestellt - in vielen Fällen zu spät. Viele von ihnen wirken inzwischen angestrengt, manchmal alt. Allein der Chardonnay und interessanterweise der einfache und sehr günstige Basisriesling sind noch ganz auf der Höhe, aber auch die feinherbe Spätlese ist noch gut.
2003 war ein erfolgreiches Jahr für Josef Kranz. Angesichts der Qualitäten und auch der noch einmal gestiegenen Konstanz sehen wir uns genötigt, unser Versprechen vom Vorjahr einzulösen und einen zweiten Stern auszupacken. Glückwunsch!
Während die einfachen Weine hier von sehr schwankender und manchmal ungenügender Qualität sind, sind die höheren Prädikate aus Juffer und Juffer-Sonnenuhr wirklich exzellent. Den ersten Stern ist das allemal wert und wenn sich die Weine ohne Lagenbezeichnung im nächsten Jahr spürbar steigern könnten, wäre auch der Zweite nicht weit.
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