Inhaber: Heinrich Seebrich & Jochen Seebrich Verwalter: Heinrich Seebrich Kellermeister: Jochen Seebrich
Bewirtschaftete Anbaufläche: 12.50 ha
Jochen Seebrich (Kellermeister)
Besucherinformation:
Öffnungszeiten: nach Vereinbarung von 8.00-17.00 an Werktagen. Ansprechpartner: Frau Seebrich. Räumlichkeiten für 50 Personen für Weinproben, Familien- oder Vereinsfeiern und für Tagungen.
Das Weingut liegt in der Gemeinde Nierstein (Bereich Nierstein) im deutschen Anbaugebiet Rheinhessen. Es wurde im Jahre 1783 gegründet und ist seitdem in Familienbesitz. Heinrich Seebrich Senior stellte das Gut in den 1950er-Jahren komplett auf Weinbau um. Seit dem Jahre 1985 wird der Betrieb von Heinrich Seebrich Junior geführt, wobei er von seinem Sohn Jochen unterstützt wird. Die Weinberge umfassen 11 Hektar Rebfläche in den Niersteiner Einzellagen Bildstock, Brückchen, Findling, Heiligenbaum, Hipping, Klostergarten, Ölberg, Paterberg und Rosenberg. Sie sind mit den Sorten Riesling (40%), Dornfelder (11%), Müller-Thurgau (11%), Spätburgunder, Weißburgunder, Grauburgunder, Silvaner, Kerner, Gewürztraminer, Frühburgunder, Scheurebe und Merlot bestockt. Bei der Schädlingsbekämpfung im Weingarten wird gegen den gefürchteten Traubenwickler die Verwirrmethode eingesetzt. Seit Neuestem wird auch mit Barriquefässern im rund 100 Jahre alten Keller experimentiert. Jährlich werden rund 85.000 Flaschen Wein produziert. Es werden auch flaschenvergorene Winzersekte und Weinhefebrände erzeugt.
Der Jahrgang 2009
Leider wurden seit einigen Jahren keine Weine mehr zur Verkostung eingereicht, so dass wir uns kein aussagekräftiges Bild von der derzeitigen Leistungsfähigkeit dieses Betriebes machen können. Daher müssen wir die Klassifikation bis auf weiteres aussetzen.
Der Jahrgang 2007
Leider wurden seit geraumer Zeit keine aktuellen Weine mehr zur Verkostung eingereicht, weshalb wir die Klassifikation einstweilen auf eine vorläufige zurücksetzen müssen.
Der Jahrgang 2006
Jahrgangsbedingt etwas einfacher präsentieren sich die Weine des Weingutes Seebrich, doch ist die Kollektion fast geschlossen gut bis sehr gut. Zum zweiten Stern reicht es in diesem Jahr leider noch nicht, doch sollte festgehalten werden, dass die Weine hier weiterhin sehr süffig und dabei ausgesprochen günstig sind.
Auch wenn das vorgestellte Sortiment nicht besonders groß ist, lässt sich doch eine deutliche Steigerung zu den Vorjahren erkennen. Vor allem die Spätlesen überzeugen durch die Bank und auch der Eiswein mach Laune und ist obendrein vergleichsweise günstig. Hier ist der Zweite Stern nicht weit.
Wohl ist die Palette angestellter Weine heuer etwas kleiner, aber das Qualitätsniveau ist sehr gut. Davon und von der Gleichmäßigkeit her gesehen lassen sich erfreuliche Schlüsse ziehen, wir sind schon recht gespannt auf das kommende Jahr.
2003 war sichtlich schwierig an der Rheinfront. Nicht immer gelang es hier, dem Alkohol (und auch dem Gerbstoff) genügend Substanz gegenüberzustellen. Am besten präsentierte sich bei unserer Verkostung die schon ziemlich saftige trockene Riesling Auslese aus dem Oelberg.
Die Riesling-Serie aus 2002 ist fast durchweg ansprechend, oft sogar sehr gut. Lediglich Kabinett und Spätlese aus dem Oelberg halten nicht ganz mit, was auch für die beiden recht einfachen Weißburgunder gilt. Die Preise sind günstig und das Gut ansich absolut empfehlenswert.
Der Jahrgang zeigt bei Seebrich eher ungewohnte Schwächen und allein die trockenen Rieslinge aus Heiligenbaum und Ölberg setzen wirklich positive Akzente. Der erste Stern wurde so nur mit knapper Not erreicht, bleibt aber nur, wenn in 2002 wieder die alte Form erreicht wird.
Die diesjährige Kollektion steht jener aus dem Vorjahrgang in nichts nach. Bis auf den recht einfachen, botrytisgeprägten Gewürztraminer überzeugen alle Weine mit klarem Ausdruck und saftiger Frucht. Am besten gefällt mir dieses Jahr die glasklare und elegante Riesling Auslese aus dem Hipping.
Eine erfreuliche Kollektion mit reintönigen und feinfruchtigen Weinen. Bei den trockenen Rieslingen ziehe ich den Kabinett aus dem Heiligenbaum der etwas kraftlosen Ölberg Spätlese vor. Die Preise sind hier ausgesprochen zurückhaltend.
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