Das Weingut liegt in der Gemeinde Hainfeld (Bereich Südliche Weinstraße) im deutschen Anbaugebiet Pfalz. Das markante Fachwerkhaus an der Weinstraße wurde bereits im Jahre 1619 erbaut. Die Familie Borell betreibt bereits seit Generationen Weinbau. Der heutige Name ergab sich 1990, als die Winzermeisterin Annette Borell den Weinbautechniker Thomas Diehl aus Edesheim heiratete. Die Weinberge umfassen 28 Hektar Rebfläche in den Einzellagen Forst und Rosengarten (Edesheim), Kapelle, Kirchenstück und Letten (Hainfeld), sowie Herrenbuckel und Vogelsprung (Flemlingen). Sie sind mit den Weißweinsorten Riesling, Grauburgunder, Müller-Thurgau, Weißburgunder, Silvaner, Sauvignon Blanc, Chardonnay und Auxerrois, sowie mit den Rotweinsorten Dornfelder, Spätburgunder, St. Laurent, Schwarzriesling, Merlot und Cabernet Sauvignon bestockt. Die Weißweine werden langsam und temperaturkontrolliert in Edelstahl vergoren und ausgebaut. Die Rotweine reifen nach der Maischegärung entweder im großen Holzfass oder bis zu 18 Monate in Barrique. Es werden auch flaschenvergorene Winzersekte sowie Destillate aus Pfälzer Obst erzeugt.
Der - nominell bessere - Jahrgang 2007 kommt bei Borell-Diehl nicht ganz an das überraschend gute Vorjahr heran. Doch trotz leichter Schwankungen ist auch die diesjährige Serie eine solide Leistung und die meisten Weine sind gut und günstig. St. Laurent und Grauburgunder "Alte Reben" ragen allerdings deutlich heraus. Vor allem der Rote ist in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis kaum zu schlagen.
Auch mit 2006 ist man im Hause Borell-Diehl gut zurecht gekommen und präsentierte uns eine homogene Kollektion mit einem ausgezeichneten Sauvignon Blanc an der Spitze. Wir freuen uns, diese Leitung mit einem zweiten Stern honorieren zu können und hoffen, dass es hier so positiv weitergehen wird. Glückwunsch!
Weiter im Aufwind scheint sich das Weingut Borell-Diehl zu befinden. Die bisher verkosteten Weißweine sind allesamt sehr gut und geradezu unverschämt günstig. Auch die nachgereichten Rotweine liegen auf sehr gutem Niveau und machen das Weingut zu einem heißen Anwärter auf einen zweiten Stern.
Der schwierige Jahrgang macht besonders deutlich, mit welcher Sorgfalt Thomas Diehl zu Werke geht. Vor allem die trockene Riesling Spätlese hat uns beeindruckt. Einziger Wermutstropfen ist der spröde und alkoholische Spätburgunder "Georg N°II". Wir sind schon sehr gespannt, wie es hier weitergeht und vergeben mit Vergnügen den ersten Stern.
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