Das Weingut liegt in der Gemeinde Langenlonsheim im deutschen Anbaugebiet Nahe. Die Familie betreibt bereits seit dem Jahre 1723 Weinbau. Seit 1996 wird es von Dr. Martin Tesch geführt. Dieser entdeckte bereits während des Biologiestudiums seine Begeisterung für Fermentations-Prozesse aller Art. Forschungsarbeiten im Bereich der Weinbereitung, des Bierbrauens und der Herstellung von Antibiotika machten ihn zu einem Experten für alles, was mit Hefen und Gärung zu tun hat. Als einer der wenigen deutschen Weinmacher beherrscht er den nicht unumstrittenen biologischen Säureabbau beim Riesling perfekt. Die Weinberge umfassen 19 Hektar Rebfläche in den Einzellagen Königsschild, Löhrer Berg und Rothenberg (Langenlonsheim), sowie Karthäuser, Krone und St. Remigiusberg (Laubenheim). Sie sind hauptsächlich mit Riesling (15 ha), sowie den Sorten Weißburgunder, Spätburgunder und Silvaner bestockt. Seit dem Jahrgang 2002 werden die fünf Einzellagen mit verschiedenen Kapselfarben vermarktet. Die neueste Kreation ist ein Riesling Kabinett namens „Unplugged”. In geeigneten Jahren wird auch ein Eiswein gekeltert. Das Weingut ist Mitglied beim VDP (Verband deutscher Prädikatsweingüter).
Der Jahrgang 2008
Leider wurden seit einigen Jahren keine Weine mehr zur Verkostung eingereicht, so dass wir uns kein aussagekräftiges Bild von der derzeitigen Leistungsfähigkeit dieses Betriebes machen können. Daher müssen wir die Klassifikation bis auf weiteres aussetzen.
Der Jahrgang 2007
Leider wurden seit geraumer Zeit keine aktuellen Weine mehr zur Verkostung eingereicht, weshalb wir die Klassifikation einstweilen auf eine vorläufige zurücksetzen müssen.
Der Jahrgang 2006
Hinweis: Es wurden keine Weine zur Blindverkostung angestellt.
Der Jahrgang 2005
Nach 2 Jahren Pause hat Dr. Martin Tesch aus 2005 wieder einmal ein Sortiment von Weinen angestellt, das mit leichten Abstrichen zu überzeugen weiß. Vier seiner trockenen Spätlesen sind ausgezeichnet. Nur die Spätlese aus dem Königsschild und der leider recht einfache Riesling unplugged - hier nicht angezeigt - können da nicht mithalten. Ein bisschen mehr Konstanz würde bald einen Aufstieg bringen.
Eine hochelegante Spätlese und wieder einmal ein erstklassiger Eiswein stehen dieses Jahr weit an der Spitze eines Sortiments, das zwar solide, aber nicht ganz so überzeugend ausgefallen ist, wie ich es erwartet hätte. Zum einen sind manche Weine doch deutlich botrytisgeprägt, zum andern zieht sich fast durch die ganze Kollektion eine leicht medizinale und an Talkumpuder erinnernde Note. Über die weitere Entwicklung der meisten Weine bin ich unsicher, rate aber eher zu einem frühen Konsum.
Die Weine der 2000er Serie von Martin Tesch sind durch die Bank sehr sorgfältig gemacht und besitzen den hier üblichen eleganten, feinsaftigen Charakter. Lediglich durch einen leichten Mangel an Tiefe und Länge macht sich der schwierige Jahrgang bei einigen Weinen bemerkbar. Wirklich exzellent geraten sind dieses Jahr die beiden Spätlesen aus dem Karthäuser, sowie die Auslese aus dem Löhrer Berg. Überstrahlt wird das Sortiment jedoch von zwei grandiosen Eisweinen.
Martin Tesch hat eine der homogensten Kollektionen des Jahrgangs an der Nahe vorgelegt. Schon die Gutsweine bestechen durch klaren Ausdruck und gute Struktur. Bei den Rieslingen aus Einzellagen ziehe ich diejenigen aus den Laubenheimer Lagen Krone und Karthäuser den anderen wegen ihrer festen Struktur und der betonten Rasse leicht vor. Besonders die Kabinettweine sind hier mustergültig, aber auch die Spät- und Auslesen lassen kaum Wünsche offen. Alles in allem ein Weingut bei dem man blind kaufen kann, ohne eine Enttäuschung zu erleben. Hut ab!
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