Das Weingut liegt in der Gemeinde Müllheim (Bereich Markgräflerland) im deutschen Anbaugebiet Baden. Die Geschichte geht bis auf das Jahr 1411 zurück. Heute wird es von Hermann Dörflinger geführt. Er gehörte zu den Ersten, die in Baden durchgegorene Weine produzierten. Die Weinberge umfassen 20 Hektar Rebfläche in den Lagen Pfaffenstück, Reggenhag und Sonnhalde (Müllheim), sowie Römerberg (Badenweiler). Sie sind zu 70% mit den Weißweinsorten Riesling, Weißburgunder, Grauburgunder, Chardonnay, Gutedel, Silvaner, Nobling und Müller-Thurgau, sowie zu 30% mit Spätburgunder bestockt. Der Restzucker wird am Etikett vermerkt. Jährlich werden
130.000 Flaschen Wein produziert.
Auch in diesem Jahrgang offenbart die Kollektion keine Schwächen und bestätigt noch einmal unsere Aufstufung im vergangenen Jahr. Die betont trocken ausgebauten Weine wissen fast durchwegs mit ihrer Klarheit, Geradlinigkeit und Finesse zu gefallen und zeigen präzisen Herkunfts- und Rebsortencharakter. Die einfachen Qualitäten sind jung zu trinken, die Spätlesen sollten über ein paar Jahre schön reifen.
Baden
Nobling, Schaumwein, Deutscher Sekt, Extra Brut, 10.00 €
Eine erfreuliche Serie mit durchweg sehr typischen und charaktervollen, zumeist knochentrockenen Weinen, die sich mehr durch Eleganz und Feinheit auszeichnen, denn durch Kraft. Wie angekündigt, warten wir mit dem dritten Stern nicht lange.
Hermann Dörflinger bezeichnet den Herbst 2006 als den schwersten in seiner bisherigen Laufbahn, aber dennoch hat er ihn sichtlich gut gemeistert. Zwar sind mache Weine, besonders die Roten, etwas schlank ausgefallen, doch bieten sie auch heuer viel Genuss fürs Geld. Der Stil ist sehr ruhig und zeigt deutlich die jeweiligen Eigenarten der Rebsorten. Ein Einstieg auf Zwei-Sterne-Niveau erscheint uns daher angebracht, doch werden wir mit dem dritten nicht lange zögern, sollten die kommenden Jahrgänge ähnlich gelungen ausfallen. Herzlichen Glückwunsch!
Ausgerechnet der Gutedel will uns dieses Jahr nicht recht gefallen. Der Rest der vorgestellten Auswahl ist absolut überzeugend. Die erstklassige Weißburgunder Spätlese macht neugierig auf die anderen Spitzenweine des Jahrgangs. Kompliment.
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