Das Weingut liegt in der Gemeinde Randersacker (Bereich Maindreieck) im deutschen Anbaugebiet Franken. Die Familie betreibt bereits seit 700 Jahren im Maindreieck Weinbau. Der Randersackerer Zweig übersiedelte Mitte des 16. Jahrhunderts in diese Gemeinde. Seit 1977 wird der Betrieb in 11. Generation von Berthold Schmachtenberger geführt, der von seinem als Techniker für Weinbau und Kellerwirtschaft ausgebildeten Sohn Markus unterstützt wird. Die Weinberge umfassen acht Hektar Rebfläche in den Einzellagen Marsberg und Sonnenstuhl (Randersacker). Sie sind mit den Weißweinsorten Silvaner, Riesling, Rivaner, Scheurebe, Bacchus, Kerner, Weißburgunder, Traminer und Rieslaner, sowie mit den Rotweinsorten Spätburgunder, Domina und Portugieser bestockt. Es erfolgt eine naturnahe, umweltschonende Bewirtschaftung. Qualtätskriterien sind sorgfältiger Rebschnitt im Winter, Triebkorrektur im Frühjahr, Ausdünnen und selektive Handlese reifer Trauben. Die Weine werden je nach Weintyp im Stahltank oder im großen Holzfass ausgebaut. Die Produktpalette gliedert sich in Literweine (meist aus Großlage Ewig Leben), Das neue Franken, Das klassische Franken und Das große Franken mit den Topweinen.
Es geht weiter aufwärts beim Weingut Schmachtenberger. Vor allem die Silvaner sind mitunter exzellent, aber auch die Weine aus anderen Rebsorten machen heuer durchweg Freude. Den angekündigten zweiten Stern hat sich das Gut damit locker verdient. Kompliment!
Die Konstanz in der Qualität der Weine ist heuer mustergültig bei Berthold und Markus Schmachtenberger, entsprechend eng liegen unsere Bewertungen zusammen. Das bringt aber auch mit sich, dass sich die Spätlesen von den Kabinetten nicht wirklich abheben können. Dennoch greift der Betrieb mit diesem Jahrgang schon erkennbar nach dem zweiten Stern. Die meisten Weine besitzen eine gewisse Tiefe und deutlichen Rebsortencharakter.
Eine erfreuliche Serie mit vielen überzeugenden und typischen Weinen. Lediglich der Weißburgunder Kabinett ist arg einfach geraten, doch dafür sind die Kabinette von Silvaner und Traminer um so besser. Hier wird es Zeit für einen Aufstieg.
Die 2006er gefallen uns deutlich besser als die Vorgänger und bis auf einen Süßwein haben sie alle ein erfreuliches Niveau. Besonders viel Spaß machen der "Greif", wie schon im letzten Jahr, und der Alte-Reben-Silvaner aus dem Sonnenstuhl. In dieser Form sind Berthold und Markus Schmachtenberger auf Kurs in Richtung Sterneränge. Weiter so!
Silvaner "Greif" und Traminer ragen deutlich heraus aus einem Sortiment mit teils soliden, teils aber auch recht einfachen Weinen, die nicht alle den Schritt über die 75-Punkte-Marke schafften. Das Potenzial des Betriebs ist jedenfalls klar zu erkennen und wir sind gespannt, wie es weiter geht.
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