Das Weingut liegt der Gemeinde Osterspai (Bereich Loreley) im deutschen Anbaugebiet Mittelrhein. In der Familie wird seit dem Jahre 1620 Weinbau betrieben. Heute wird der Betrieb von Jens Didinger geführt. Die Weinberge umfassen knapp vier Hektar Rebfläche in den Einzellagen Fässerlay, Feuerlay und Mandelstein im Bopparder Hamm. Sie sind mit den Weißweinsorten Riesling (80%), Müller-Thurgau und Kerner, sowie mit den Rotweinsorten Spätburgunder und Dornfelder bestockt. Es wird naturnaher, umweltschonender Weinbau mit zum Beispiel Verzicht auf Insektizide und ausschließlicher Düngung mit Trester und Kompost praktiziert. Die Rieslinge werden überwiegend mit Hilfe von Reinzuchthefen gekühlzt in Edelstahltanks vergoren. Der Spätburgunder wird auch in Barrique ausgebaut.
Der Jahrgang 2009
Leider wurden seit einigen Jahren keine Weine mehr zur Verkostung eingereicht, so dass wir uns kein aussagekräftiges Bild von der derzeitigen Leistungsfähigkeit dieses Betriebes machen können. Daher müssen wir die Klassifikation bis auf weiteres aussetzen.
Der Jahrgang 2008
Leider wurden seit geraumer Zeit keine aktuellen Weine mehr zur Verkostung eingereicht, weshalb wir die Klassifikation einstweilen auf eine vorläufige zurücksetzen müssen.
Der Jahrgang 2006
Bis auf zwei einfache Müller-Thurgau hat nahezu das ganze diesjährige Sortiment des Hauses Didinger Klasse. Dabei wird man Mühe haben, irgendwo bessere Weine zu so verbraucherfreundlichen Preisen zu bekommen. Beispielhaft seien hier der trockene Kabinett und die Hamm Spätlese trocken genannt. Dieses Gut ist in toller Form und der dritte Stern bei ähnlicher Leistung in 2007 sicher. Kompliment!
Auch 2005 war am Mittelrhein kein ganz einfaches Jahr. Umso erfreulicher ist die Zuverlässigkeit der Weine von Jens Didinger. Zwar fehlen die Spitzen, aber das Sortiment bewegt sich nahezu geschlossen auf sehr gutem Niveau.
Nach einem Jahr Pause stellte Jens Didinger eine Serie Weine vor, die uns überwiegend viel Vergnügen bereiten - und das bei überaus kundenfreundlicher Kalkulation. Eine beachtliche Leistung in diesem schwierigen Jahr.
Letztes Jahr stellte ich dem Betrieb den ersten Stern in Aussicht. Mit einer famosen Kollektion, die zu den zwei oder drei besten des Jahrgangs am Mittelrhein gehört, schafft Jens Didinger jedoch gleich den Sprung in die 2-Sterne-Klasse. Ein Wein ist hier besser als der andere. Es wird schwierig, Besseres zu so günstigen Preisen zu finden. Großes Kompliment!
Bis auf einige sehr unsaubere edelsüße Rieslinge sind die 2001er zumeist sorgfältig bereitet, klar in der Frucht und schön zu trinken. Besonders unter den Spätlesen finden sich einige beachtliche Weine zu äußerst konsumentenfreundlichen Preisen. Bei gleichbleibendem Niveau ist der erste Stern im nächsten Jahr eine Selbstverständlichkeit.
Trotz seiner nur 2,7 Hektar großen Rebfläche hat Jens Didinger es geschafft, in dem schwierigen Jahrgang eine sehr ansprechende Serie zu produzieren. Alle Weine sind klar in der Frucht, feinsaftig und sehr angenehm zu trinken. Auch angesichts der günstigen Preise kann man hier bei einem Einkauf zur Zeit nichts verkehrt machen.
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