Bewertungsschema:
75-79: Ordentlich bis gut
80-84: Sehr gut
85-89: Ausgezeichnet
90-94: Hervorragend
95-99: Groß
100: Einzigartig
Dieses Bewertungssystem ist deutlich strenger als andere international verwendete 100-Punkte-Systeme. Weitere Infos
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Verkostungstelegramm
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Inhaber: Friedrich Bastian Verwalter: Friedrich Bastian Kellermeister: Friedrich Bastian
Bewirtschaftete Anbaufläche: 5.30 ha
Besucherinformation:
Gutsausschank täglich von 13.00-24.00 Uhr.
Donnerstag Ruhetag, ansonsten nach telefonischer Vereinbarung. Februar Betriebsferien.
Das Weingut „Friedrich Bastian - Erbhof Zum Grünen Baum“ liegt in der Gemeinde Bacharach im deutschen Anbaugebiet Mittelrhein. Der Ursprung des traditionsreichen Betriebes geht auf das Jahr 1697 zurück. Seit dem Jahre 1993 wird er von Friedrich Bastian geführt, der schon ab 1989 für den Wein verantwortlich gewesen war. Angeschlossen ist die Gutsausschank „Zum Grünen Baum“. Die Weinberge umfassen sechs Hektar Rebfläche in den Einzellagen Insel Heylesen Werth, Posten, St. Jost und Wolfshöhle. Es wird hauptsächlich Riesling (4,5 ha), sowie Scheurebe, Spätburgunder und Portugieser kultiviert. Eine absolute Besonderheit im Zusammenhang mit Weinbau stellt die Rheininsel Heylesen Werth dar. Diese ist nach einem ehemaligen Besitzer namens Hans Heyles benannt. Dessen Erben veräußerten das Eiland im Jahre 1797 in Form einer Versteigerung, bei der sie in Besitz der Vorfahren der heutigen Besitzer gelangte.
Die kleine Insel ist nur 150 Meter breit, 680 Meter lang und vollkommen flach. Mittels Motorfähre müssen Traktoren, Arbeitsgeräte und Personal für die Bewirtschaftung befördert werden. Dies macht hier den Weinbau zu einer echten Herausforderung. Das Niveau der mit Reben bestockten Flächen liegt ca. 6,5 Meter über dem durchschnittlichen Wasserstand des Rheins. Auf mittelschwerem, sandigem Lößlehm- und Schlickboden wird hier ausschließlich der Riesling kultiviert. Die Gärung erfolgt temperaturgesteuert in Edelstahltanks, wobei rund die Hälfte der Weine spontan vergoren wird. Der Ausbau der Weine erfolgt auf traditionelle Weise in großen Holzfässern. Das Weingut ist VDP-Mitglied.
Der Jahrgang 2010
Leider wurden seit einigen Jahren keine Weine mehr zur Verkostung eingereicht, so dass wir uns kein aussagekräftiges Bild von der derzeitigen Leistungsfähigkeit dieses Betriebes machen können. Daher müssen wir die Klassifikation bis auf weiteres aussetzen.
Der Jahrgang 2008
Leider wurden seit geraumer Zeit keine aktuellen Weine mehr zur Verkostung eingereicht, weshalb wir die Klassifikation einstweilen auf eine vorläufige zurücksetzen müssen.
Der Jahrgang 2007
Der Betrieb befindet sich offenbar wieder im Aufwind. Die diesjährige Kollektion zeigt sich deutlich geschlossener als in den letzten beiden Jahren - und das auf erfreulichem Niveau. Schon die Basisrieslinge machen Freude. Geht es so weiter, steigt das Gut im nächsten Jahr auf. Kompliment!
Einzig die Auslese Goldkapsel kann uns so gar nicht überzeugen, doch der Rest des Sortimentes bietet zumeist sehr gute Tropfen. Vor allem das mächtige Große Gewächs, das die 15,5 %(!) Alkohol gut wegsteckt, zeigt Klasse. Ein Stern erscheint uns daher angebracht. Wir wissen aber wohl, dass der Betrieb Potenzial für eine höhere Klassifikation besitzt. Glückwunsch!
Nur der trockene Gutsriesling fällt aus dem Rahmen und wird nicht angezeigt, ansonsten ist das Sortiment größtenteils sehr gut gelungen. Allerdings würden wir uns bei den Edelsüßen etwas mehr Klarheit wünschen. Andere Weine wiesen noch deutliche Schwefeltöne auf, was sich mit der Reife sicherlich noch geben wird. Der aus 2004 eingereichte Spätburgunder ist der Beste, den wir je aus dieser Region verkostet haben.
Für Friedrich Bastians 99er habe ich eine Schwäche. Zwar sind die Weine nicht spektakulär, aber doch sehr charaktervoll und ganz dem Terroir verpflichtet. Der eher traditionelle Stil lässt sie in ihrer Jugend oft recht abweisend wirken, daher würde es mich nicht wundern, wenn der eine oder andere im nächsten Jahr noch einen Punkt zulegen könnte. Die Auslese ist schon heute eine Klasse für sich.
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